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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Vierscheibenhaus – WDR-Verwaltungsbau am Appellhofplatz

Das Vierscheibenhaus ist ein markanter Verwaltungsbau des Westdeutschen Rundfunks in der Kölner Altstadt-Nord. Das Innere ist nicht öffentlich zugänglich, doch die versetzten Gebäudescheiben lassen sich von außen gut betrachten.

Am Appellhofplatz 1 steht mit dem Vierscheibenhaus ein Verwaltungsbau des WDR, der seit Juni 1970 in Betrieb ist. Als reines Bürogebäude des Senders ist er nicht für Besucher geöffnet, seine ungewöhnliche Form macht ihn jedoch von der Straße aus zu einem sehenswerten Stück Architektur.

Auf einen Blick

Was
Verwaltungsgebäude des Westdeutschen Rundfunks (kein öffentlicher Innenzugang)
Wo
Appellhofplatz 1, Köln-Altstadt-Nord
Fertigstellung
Baubeginn 1966, Inbetriebnahme Juni 1970
Architekten
Hubert Petschnigg und Helmut Hentrich
Bauform
Vier seitlich versetzte Gebäudescheiben, sechs bis acht Geschosse, drei Tiefgeschosse
Maße
Gesamtlänge des Areals 165 Meter, höchste Scheibe 30 Meter (acht Stockwerke)
Besonderheit
Verwandt mit dem Düsseldorfer Dreischeibenhaus derselben Architekten

Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der WDR seinen Hauptsitz im Funkhaus am Wallrafplatz, das 1952 von Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet worden war. Als der Sender 1963 seine Pläne für eine Bebauung zwischen Wallraf- und Appellhofplatz sowie an der Nord-Süd-Fahrt öffentlich machte, stießen die hochhausartigen Entwürfe zunächst auf viel Widerstand.

Nach einer Einigung entstand ab 1966 am Appellhofplatz das Vierscheibenhaus, das im Juni 1970 in Betrieb ging. In den folgenden Jahrzehnten wuchs das WDR-Areal weiter: unter anderem mit dem Archivhaus über der Nord-Süd-Fahrt, dem Filmhaus als Verbindungsbau, den WDR Arkaden (1991–1996) und 2012 einem eigenen Sendegebäude für den Jugendsender 1LIVE. Sanierungen fanden 1999 und 2003 statt.

© Christian Nurtsch · CC BY-SA 2.0 de

Architektur

Der Name verrät das Prinzip: Das Gebäude besteht aus vier nebeneinanderstehenden Scheiben, die seitlich gegeneinander verschoben sind – am besten von der Kopfseite zu erkennen. Die beiden mittleren Scheiben überlappen sich weitgehend, während die beiden äußeren kürzer und in entgegengesetzte Richtungen nach außen versetzt sind. Rund ein Fünftel der Gesamtfläche überlappt sich, das Areal misst insgesamt 165 Meter Länge.

Die Architekten Petschnigg und Hentrich vermieden bewusst eine perspektivische Konkurrenz zum Kölner Dom. Der Bau erinnert an das rund zehn Jahre zuvor entstandene Dreischeibenhaus in Düsseldorf, das aus derselben Feder stammt. Seit August 2010 trägt der Komplex eine Photovoltaikanlage, und über die WDR Arkaden ist er mit den benachbarten Gebäuden verbunden.

© Christian Nurtsch · CC BY-SA 2.0 de

Umgebung

Das Vierscheibenhaus liegt mitten im Kölner Medienviertel rund um den Appellhofplatz und ist Teil eines ganzen WDR-Ensembles. In direkter Nachbarschaft stehen unter anderem das Filmhaus, das Archivhaus und die WDR Arkaden.

Ein Blick ins Innere ist zwar nicht möglich, doch für Architekturinteressierte lohnt sich der Weg zur Kopfseite des Gebäudes, wo die versetzten Scheiben ihre volle Wirkung entfalten. Von hier aus lässt sich das Zusammenspiel der WDR-Bauten gut nachvollziehen.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Galerie

© Pkw98 · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Kaap bij Sneeuw · CC0 · Commons

Karte

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-27

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