Haus OBU
Acht begrünte Holzkuppeln bildeten das experimentelle Wohn- und Atelierhaus des Architekten Erwin H. Zander in Köln-Hahnwald. 2011 wurde es abgerissen.
Hinter dem Kürzel OBU steckte eine Adresse: Der Name ging auf den damaligen „Oberbuschweg“ zurück, der später in „Unter den Birken“ umbenannt wurde.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Wohn- und Atelierhaus (nicht mehr erhalten)
- Lage
- Villenvorort Köln-Hahnwald, Stadtbezirk Rodenkirchen
- Architekt und Bauherr
- Erwin H. Zander
- Bauzeit
- 1976 bis 1982
- Bauweise
- acht Kuppeln in Leichtbauweise über einem gemauerten Sockelgeschoss
- Installation
- Wasserbecken und Stege nach einem Entwurf von Dani Karavan
- Abriss
- Herbst 2011
Der Name „OBU“ stammt von der früheren Adresse „Oberbuschweg“, und die acht efeu- und weinbewachsenen Holzkuppeln des Hauses wurden als Gitterschalen von Hand gefertigt, weshalb der Bau sechs Jahre dauerte.
Ein Haus aus Kuppeln
Zander plante den Bau als sein eigenes Wohn- und Atelierhaus. Der experimentelle Entwurf setzte sich aus acht Kuppeln zusammen, die mit Efeu und Wein bewachsen waren. Gefertigt wurden sie als Gitterschalen aus Holz, und zwar in Handarbeit und zu geringen Kosten. Diese Herstellungsweise ist der Grund für die sechs Jahre dauernde Bauzeit.
Raumaufteilung
Im gemauerten Sockelgeschoss lagen die dienenden Räume: Ankleiden, Bäder, Technik- und Kellerräume. Darüber, unter den Kuppeln, befanden sich Wohnräume, Schlafzimmer und das Atelier. Einige dieser Räume gaben den Blick in den Himmel frei. Den Mittelpunkt bildete eine zweigeschossige Wohnhalle, die ohne Einbauten blieb und sich zum Garten hin auf großer Fläche öffnete.
Wasser als Verbindung
Die einzelnen Kuppeln waren durch eine Installation des Künstlers Dani Karavan miteinander verbunden. Sie bestand aus Wasserbecken und Stegen und führte sowohl durch das Innere als auch durch den Außenraum.
Bedeutung und Abriss
Das Haus galt als Meisterwerk einer experimentierfreudigen, postmodernen und zugleich archaisch-naturverbundenen Architektur. In Deutschland fand der Bau keine Nachfolge. Im Herbst 2011 ließen die neuen Eigentümer das Gebäude abreißen.
Zeitstrahl
- 1976Baubeginn des Wohn- und Atelierhauses nach Plänen von Erwin H. Zander
- 1982Fertigstellung des Hauses nach sechs Jahren Bauzeit
- Herbst 2011Abriss des Hauses durch die neuen Besitzer
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