Hafen Niehl II
Linksrheinischer Kölner Hafen für flüssige und gasförmige Gefahrgüter, an dessen Westufer Fahrzeuge der Ford-Werke per RoRo-Anlage verladen werden.
Betreiber des Hafenbeckens in Köln-Merkenich ist die RheinCargo GmbH & Co. KG. Sie ist eine Unternehmensbeteiligung der Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) und für alle Kölner Häfen zuständig.
Auf einen Blick
- Art
- Hafen mit Güterumschlag, ein Hafenbecken
- Lage
- linkes Rheinufer, Rhein-Stromkilometer 699,1, Stadtbezirk Chorweiler
- Eröffnung
- 1958
- Fläche
- 87.900 m² Wasser, 59.700 m² Land
- Umschlag
- 412.800 t (Stand 2011)
- Zugang
- Hafenanlagen nicht öffentlich zugänglich
Als 1985 die Esso-Raffinerie schloss und der Ölhafen Niehl II seinen umsatzstärksten Kunden verlor, baute die Hafengesellschaft noch im selben Jahr zwei Roll-on/Roll-off-Anlagen, über die seither Autotransporter mit Fahrzeugen der nahe gelegenen Ford-Werke verladen werden.
Geschichte
Der Ölhafen Niehl II wurde als Hafen für chemische Flüssiggüter eröffnet, nachdem Niehl I bereits fertiggestellt worden war. Seine Hauptkunden waren die Raffinerie von Esso und die Wacker-Chemie. Als die Esso-Raffinerie 1985 schloss, fiel der umsatzstärkste Kunde weg. Noch im selben Jahr ließ die Hafengesellschaft zwei Roll-on/Roll-off-Anlagen („RoRo“) errichten, mit denen sich Autotransporter samt Fahrzeugen der nahe gelegenen Ford-Werke verladen lassen. In den Jahren 2006 und 2007 wurden die Hafenanlagen komplett saniert.
Gefahrgüter und Autoverladung
Im Hafen bestehen zwei Anlagen, über die flüssige bzw. gasförmige Gefahrgüter umgeschlagen werden. Am Westufer liegt die RoRo-Autoverladeanlage, die für die Fahrzeuge der Ford-Werke bestimmt ist. Der Hafen verbindet damit den Umschlag chemischer Güter mit der Verladung von Autos.
Kraftwerk und Industriepark
Zeitgleich mit dem Ölhafen entstand am westlichen Hafenufer das Heizkraftwerk Köln-Merkenich, das heute zur RheinEnergie gehört. In seiner Anfangszeit wurde es mit Schweröl befeuert. Westlich des Hafens befindet sich auf dem einstigen Raffineriegelände von Esso der Industriepark Nord. Er hat einen Pipeline-Anschluss an den Ölhafen sowie an das internationale Rohrleitungssystem für Stickstoff, Erdgas, Öl und Industriegase wie Ethylen und Propylen.
Zeitstrahl
- 1958Eröffnung des Ölhafens Niehl II für chemische Flüssiggüter
- 1985Schließung der Esso-Raffinerie, Hafen verliert größten Kunden
- 1985Bau von zwei RoRo-Anlagen für Autotransporter (Ford-Fahrzeuge)
- 2006–2007Komplettsanierung der Hafenanlagen
Galerie
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Quellen & Links
- Offizielle Webseite (abgerufen 2026-11-08)
- Wikidata (abgerufen 2026-11-08)
- Wikipedia (abgerufen 2026-11-08, rev 270116709)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-11-08
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