Dellbrücker Hauptstraße 143
Wohn- und Geschäftshaus von etwa 1907, das Jugendstil und Historismus mit Asymmetrie und aufgesetztem Fachwerk verbindet.
Kennzeichnend ist der Gegensatz von glattem Putz und Fachwerk: Anders als am Klassizismus orientierte Jugendstilbauten setzt das Haus auf Asymmetrie und aufgesetztes Fachwerk und vertritt damit eine bestimmte Strömung der Stilepoche.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Wohn- und Geschäftshaus
- Lage
- Dellbrücker Hauptstraße 143, Stadtteil Dellbrück (Stadtbezirk Mülheim, Köln)
- Bauform
- zweieinhalb Geschosse, zweiachsig
- Baujahr
- um 1907
- Besonderheit
- Dacherker in Fachwerk auf der rechten Achse
- Denkmal seit
- 24. November 1983 (Nr. 1866)
Architektur der Fassade
Das Ladengeschäft im Erdgeschoss liegt ebenso wie die Eingangstür zu den Wohnungen als Hochparterre über dem Straßenniveau. Auf der linken Achse des verputzten Obergeschosses sitzt ein annähernd quadratischer Erker mit einer nach unten spitz zulaufenden Konsole, die bis in das Erdgeschoss reicht. Rechts daneben führt die Grundplatte des Erkers als kleiner Balkon weiter; beide Teile sind an ihren unteren Rändern gleich profiliert. Angedeutete Stuckarbeiten heben Fenster und Balkontür von der glatten Wand ab.
Dacherker in Fachwerk
Auf der rechten Achse befindet sich ein Dacherker, der im Unterschied zum übrigen Bau in Fachwerk ausgeführt ist. Sein Brüstungsfeld ragt nach unten ins Obergeschoss hinein, und die beiden Erkerfenster korrespondieren mit den darunterliegenden Fenstern. Der glatte Putz auf dem Gefach bindet den Dacherker an das Gesamtbild zurück.
Innengestaltung
Die Decke des Hausflurs ist von einer Hohlkehle mit seitlichen Profilleisten gefasst. Der Fußboden zeigt ein graues Mittelfeld mit schwarzer Rahmung, die sich an den Ecken zu einem floralen Ornament auflöst und von einer breiten roten Rahmung umgeben wird. Das Treppenhaus besitzt eine zweiläufige Holztreppe mit Holzgeländer, in der sich die Rahmungen des Flurs wiederholen.
Lage und Geschichte
Die Dellbrücker Hauptstraße war ursprünglich ein Flurweg, der die Dörfer Thurn und Dünnwald sowie die Diepeschrather Mühle verband. Nach der Eröffnung des Bahnabschnitts Mülheim–Bergisch Gladbach im Jahr 1868 wurde sie beim Ausbau weitgehend gerade angelegt. Sie beginnt am Thurner Hof, kreuzt die Bergisch Gladbacher Straße und endet am Bahnhof mit der benachbarten Alten Post. Seit den 1870er Jahren entstanden hier Wohn- und Geschäftshäuser; die letzten Baulücken schlossen sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert mit Jugendstilbauten. Wegen seiner künstlerischen und geschichtlichen Bedeutung für den Stadtteil steht das Haus seit dem 24. November 1983 unter Denkmalschutz (Nr. 1866).
Zeitstrahl
- 1868Eröffnung der Bahnstrecke Mülheim–Bergisch Gladbach, Ausbau der Dellbrücker Hauptstraße
- 1870er JahreBeginn der Bebauung beider Straßenseiten mit Wohn- und Geschäftshäusern
- um 1907Errichtung des Gebäudes Dellbrücker Hauptstraße 143
- 1983-11-24Unterschutzstellung des Gebäudes als Baudenkmal (Nr. 1866)
Galerie
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