Blauer Hof
Wohnsiedlung des Neuen Bauens in Köln-Buchforst, gestaltet nach dem Vorbild holländischer Wohnhöfe und mit blau getönten Hoffassaden.
Entstanden ist der Blaue Hof aus einem konkreten Bedarf: Der Bau der Mülheimer Brücke machte Wohnhäuser nieder, deren meist einkommensschwache und kinderreiche Mieter neuen Wohnraum brauchten.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Wohnsiedlung des Neuen Bauens
- Lage
- Köln-Buchforst, Stadtbezirk Mülheim
- Bauzeit
- 1926–1927
- Bauherrin
- Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft GAG
- Architekten
- Wilhelm Riphahn und Caspar Maria Grod
- Wohnungen
- mehr als zweihundert
- Status
- Baudenkmal (seit 1988)
- Baustil
- funktionalistisch
Für die mehr als zweihundert neuen Wohnungen entwarfen die Architekten eigens preisgünstige Möbel, die exakt auf die jeweiligen Grundrisse abgestimmt waren.
Lage und Umgebung
Die Siedlung liegt im Karree zwischen Waldecker, Kasseler, Dortmunder und Hertzstraße. Einige Bauten des südlich angrenzenden Wohnblocks wurden nach demselben Baumuster errichtet.
Geschichte
1926 erwarb die städtische Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft ein 18 Hektar großes Grundstück im sogenannten Kalkerfeld, das bis dahin vornehmlich mit Buchen bewaldet und unbewohnt war. Für den Standort sprach die verkehrliche Anbindung: Die Vorortbahnlinie C der Kölner Verkehrs-Betriebe durchquerte das Gebiet und verband es mit dem Stadtgebiet und den umliegenden Vororten. Noch im Jahr des Grundstückskaufs begannen die Arbeiten; 1927 war die Siedlung bezugsfertig. Für die Wohnungen entwarfen die Architekten preisgünstige, auf die Grundrisse abgestimmte Möbel.
Architektur
Riphahn und Grod orientierten sich an den Wohnhöfen des damaligen holländischen sozialen Wohnungsbaus. Der nahezu quadratische Hof besteht aus viergeschossigen Zwischenbauten, die an den Ecken und am Hofeingang durch fünfgeschossige kubische Blocks abgeschlossen werden. Die glatte Straßenfassade wird durch zurückspringende Treppenhäuser und wechselnd hohe Fensterbänder gegliedert, die Hofseite durch drei- oder viergeschossige Loggien. An den Eckbauten liegen die Balkone jeweils zur Straße. Für die Farbgestaltung war Heinrich Hoerle verantwortlich. Die Häuser tragen Flachdächer; allein der abweichende Eckblock des Zusatztrakts an der Heidelberger Straße besitzt keine Balkone und erhielt ein Satteldach, um sich optisch an die angrenzende Bebauung anzugleichen.
Sanierung und heutige Gestalt
Zwischen Juni 2006 und April 2010 wurde die Siedlung vollständig saniert und äußerlich dem Planungsstand von 1926 angeglichen. Die Gebäude erhielten neue Flachdächer, eine sechs Zentimeter starke Wärmedämmung und erstmals Heizungen. Zur Straße kamen weißer Anstrich und rote Sprossenfenster, zum Hof zwei Blautöne mit weißen Sprossenfenstern. Nach dem Bau einer Tiefgarage wurde der Innenhof neu angelegt, mit Vorgärten, Wäscheplatz, einem öffentlichen Spielplatz und einer Rasenfläche. Die Sanierungskosten lagen bei 23 Millionen Euro; Anfang Mai 2010 wurde der Abschluss mit einem Mieterfest begangen. Für die Sanierung des Blauen Hofs und der Germaniasiedlung in Köln-Höhenberg erhielt die GAG Immobilien den Deutschen Bauherrenpreis 2009/2010.
Zeitstrahl
- 1926GAG erwirbt 18 Hektar Grundstück im Kalkerfeld, Baubeginn des Blauen Hofs
- 1927Siedlung Blauer Hof wird bezugsfähig fertiggestellt
- 1988Siedlung wird unter Denkmalschutz gestellt
- 2006-06Beginn der Komplettsanierung der Hofsiedlung
- 2010-04Abschluss der Sanierungsarbeiten am Blauen Hof
- 2010-05Mieterfest zum Abschluss der Sanierung gefeiert
- 2009/2010Auszeichnung mit dem Deutschen Bauherrenpreis für die Sanierung
Galerie
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-08
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.





