Bahnhof Köln-Lövenich
Einst hielten hier Personenzüge zwischen Köln und Aachen. Beim Ausbau zur Schnellfahrstrecke wurde die Station zum reinen Überholbahnhof zurückgebaut.
Die Gleisanlage geht auf die Stammstrecke zurück, die die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft zwischen 1839 und 1841 vom Bahnhof Cöln Am Thürmchen zum Bahnhof Aachen Rheinisch anlegte.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- ehemaliger Personenbahnhof, zurückgebaut zum Überholbahnhof mit privatem Gleisanschluss
- Strecke
- Bahnstrecke Köln–Aachen
- Lage
- Stadtteil Weiden, Stadtbezirk Lindenthal (Köln)
- Personenverkehr bis Lövenich
- ab 2. Juli 1840
- Erstes Bahnhofsgebäude
- 1860
- Ersatz für die Bahnsteige
- neu errichteter Haltepunkt Lövenich, etwas westlich davon
Der Bahnhof Köln-Lövenich wurde 1840 als Endpunkt der ersten Teilstrecke der Rheinischen Eisenbahn eröffnet, bekam sein erstes Bahnhofsgebäude aber erst zwanzig Jahre später; heute ist er ein reiner Überholbahnhof, dessen alte Bahnsteige abgerissen wurden.
Geschichte
Zwei Jahrzehnte nach der Streckeneröffnung entstand das erste Bahnhofsgebäude, 1872 wurde es erneuert. Zuletzt gab es einen einfachen Flachbau aus den 1950er Jahren. Er stand am Ende der Odemshofallee, einer Sackgasse an der Nordseite der Bahnanlagen. Von dort bestand ein ebenerdiger Zugang zum nördlichen Bahnsteig.
Rückbau beim Ausbau zur Schnellfahrstrecke
Ende der 1990er Jahre begann der Ausbau der Strecke: einerseits für den Hochgeschwindigkeitsverkehr, andererseits für die S-Bahn. In diesem Zuge wurde der Bahnhof Lövenich geschlossen. Empfangsgebäude und Bahnsteige wurden abgebaut. An ihrer Stelle verlaufen nun die für Hochgeschwindigkeitszüge ausgebauten Streckengleise.
Überholgleis und Gleisanschluss
Auf der Südseite der Streckengleise liegt weiter östlich ein Überholgleis. Wegen dieser Lage wird es hauptsächlich für Überholungen von Zügen in Richtung Köln genutzt. Auf der Nordseite befindet sich ein Industriegleisanschluss. Ihn bedient der östlich gelegene Güterbahnhof Köln-Ehrenfeld.
Der Haltepunkt Lövenich
Als Ersatz für die abgerissenen Bahnsteige wurde etwas westlich davon der Haltepunkt Lövenich neu gebaut. Die südlichen Gleise wurden zur S-Bahnstrecke Köln–Düren umgebaut. Dabei wurden sämtliche Stationen dieser Strecke für die S-Bahn tauglich gemacht. Der Bahnsteig des Haltepunkts befindet sich auf der Brücke über die Brauweilerstraße (Landstraße 213). Die früheren Bahnsteige lagen dagegen östlich dieser Straße. Der Haltepunkt liegt verkehrsgünstiger als der alte Bahnhof.
Zeitstrahl
- 1839–1841Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft baut die Stammstrecke Köln–Aachen
- 1840Streckeneröffnung für den Personenverkehr bis Lövenich (2. Juli)
- 1860Erstes Bahnhofsgebäude wird errichtet
- 1872Bahnhofsgebäude wird erneuert
- 1950erEinfacher Flachbau als letztes Empfangsgebäude
- Ende der 1990erAusbau der Strecke beginnt, Bahnhof wird geschlossen und zurückgebaut
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