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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Kölner Mariensäule

Neugotisches Marien-Denkmal von 1858, das heute auf dem Gereonsdriesch neben der romanischen Kirche St. Gereon steht und zu den ältesten Mariensäulen im Rheinland zählt.

Die Kölner Mariensäule ist ein neugotisches Denkmal der Marienverehrung, das Vincenz Statz entwarf und das 1858 fertiggestellt wurde. Als eine der ältesten rheinischen Mariensäulen erhebt sie sich heute auf dem Gereonsdriesch in der Altstadt-Nord, unmittelbar am Ostchor der romanischen Kirche St. Gereon.

Auf einen Blick

Fertigstellung
1858
Entwurf
Vincenz Statz (Architektur), neugotischer Stil
Material
Udelfanger Sandstein
Höhe
13,50 m (Marienfigur allein 2,67 m)
Breite
an der breitesten Stelle 2,50 m
Standort
Gereonsdriesch, Altstadt-Nord, am Chor von St. Gereon
Figurenprogramm
vier sitzende Propheten und die segnende Immaculata

Das kannst du hier erleben

  • Die neugotische Mariensäule bestaunen und ihre filigranen Details entdecken
  • Die Prophetenfiguren und die segnende Immaculata mit Sternenkranz betrachten
  • Das Denkmal fotografieren, besonders im Zusammenspiel mit der romanischen Kirche St. Gereon
  • Auf dem lindenbestandenen Gereonsdriesch verweilen und die Atmosphäre der Altstadt genießen
  • Das schmiedeeiserne Gitter und die Wappenreliefs aus der Nähe entdecken

Entstehung und Hintergrund

Anlass war das von Papst Pius IX. am 8. Dezember 1854 verkündete Dogma der unbefleckten Empfängnis, das vielerorts eine verstärkte Marienverehrung auslöste. Bereits im April 1855 gründete sich im katholisch geprägten Köln ein Verein zur Errichtung eines Standbildes der Maria Immaculata. Unumstritten war das Vorhaben nicht: Zeitungsstimmen hielten es für unpraktisch, und alternativ wurde etwa der Bau eines Krankenhauses als Form tätiger Marienverehrung vorgeschlagen. Hinzu kam die Spannung zwischen der Kölner Bevölkerung und der preußischen Stadtverwaltung, die zur selben Zeit ein monumentales Reiterdenkmal für König Friedrich Wilhelm III. plante — der weltliche Schutzherr auf der einen, Maria als religiöse Beschützerin von Stadt und Erzbistum auf der anderen Seite.

Am 2. Juni 1857 nahmen 25.000 Menschen an der Grundsteinlegung teil, im Mai 1858 war die Säule fertig. Die Einweihung folgte erst im September 1858 anlässlich der 10. Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschlands.

© Weber & Deckers · Public domain

Wechsel des Standorts

Der ursprüngliche Wunsch, die Säule am Alter Markt gegenüber dem Rathaus aufzustellen, scheiterte am Widerstand der Stadtverwaltung. Sie erhielt stattdessen einen Platz auf dem Mittelstreifen der Gereonstraße, vor dem erzbischöflichen Palais. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Straßenbahn ausgebaut wurde, musste die Säule dem Schienenstrang weichen und wurde 1901 an den Gereonsdriesch versetzt — einen seit dem frühen 18. Jahrhundert mit Lindenbäumen bepflanzten Platz, der einst zum Gereonsstift gehörte. Seither steht sie an dessen Südseite; ihre ursprüngliche Ostseite weist heute nach Norden.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Gestaltung

Im neugotischen Stil wirkt die Säule wie ein Stück des Kölner Doms: Der Rückgriff auf das vorreformatorische Mittelalter unterstrich bewusst den katholischen Charakter des Denkmals. Über einem polygonalen Grundriss erheben sich drei ineinander übergehende Geschosse. Im unteren öffnet sich nach Norden ein Tabernakel, die übrigen Seiten tragen Wappenreliefs von Papst Pius IX., der Stadt Köln und Erzbischof Johannes von Geissel. Das zweite Geschoss bildet vier offene Nischen mit sitzenden Prophetenfiguren, darunter Ezechiel und Jeremias mit Schriftrollen. Darüber führen Fialen zur schlanken Pfeilerspitze, deren Abschluss ein Kranz geflügelter Engelsköpfe bildet. Die Marienfigur ist als Immaculata dargestellt: aufrecht stehend, mit Schlange und Mondsichel zu ihren Füßen, segnend ausgebreiteten Händen und einem metallischen Sternenkranz um den Kopf. Umgeben ist das Denkmal von einem schmiedeeisernen Gitter, das in den 1980er Jahren nach altem Vorbild erneuert wurde.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Künstler und Finanzierung

Der Gesamtentwurf stammt von Vincenz Statz, einzelne Teile führten andere aus: Die Propheten schuf der Dombildhauer Peter Fuchs nach Zeichnungen von Eduard Jakob von Steinle, der auch die Entwürfe für die Marienfigur lieferte; ausgeführt wurde diese vom Bildhauer Gottfried Renn. Finanziert wurden die Prophetenfiguren von Kölner Handwerkern, die Marienfigur von Jungfrauenkongregationen, und das Metallgitter stiftete die Kölner Schlosserinnung.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Galerie

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Karte

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Adresse

Gereonsdriesch
Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-17

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