Kalkberg
Künstlicher Hügel aus Abfällen der Chemischen Fabrik Kalk – vorgesehen für eine Aussichtsplattform, eine Grünfläche und eine Rettungshubschrauberstation
Der Kalkberg bedeckt eine große, recht zentral gelegene Fläche in einem Umfeld, in dem freie Flächen knapp sind. Deshalb beschäftigt sich die städtische Planung mit der Frage, wie die inzwischen überschüttete Hochdeponie genutzt werden soll.
Auf einen Blick
- Art
- künstliche Erhebung, ehemalige Werksdeponie
- Lage
- Nordwestecke des Stadtteils Kalk an der Grenze zu Buchforst, im Winkel von Stadtautobahn und Bahnanlagen
- Stadtbezirk
- Kalk
- Höhe (2012)
- 79 m NHN, etwa 32 m über dem Gelände
- Altlastenverdacht
- beim Umweltamt der Stadt Köln unter der Nummer AL 80206 erfasst
- Weiterer Name
- „Monte Kalk“
- Vorgesehene Nutzung
- öffentliche Grünfläche mit Aussicht und Rettungshubschrauberstation
Der Kalkberg in Köln, aufgeschüttet aus Produktionsabfällen der Chemischen Fabrik Kalk, war zur Zeit der Aufschüttung unbewachsen und zeigte im Winter einen schneebedeckten Gipfel, weshalb die Einwohner ihn „Kalker Alpen“ nannten.
Von der Werksdeponie zum Hügel
Die nahegelegene damalige Chemische Fabrik Kalk lagerte hier ihre Produktionsrückstände ab. Der Berg war damals unbewachsen, und wegen seines im Winter verschneiten Gipfels sprachen die Einwohner von den „Kalker Alpen“. Laut der Stadt Köln endete die Aufschüttung kurz vor Inkrafttreten des ersten Abfallgesetzes 1972. Deshalb unterliegt der Kalkberg nicht dem Abfallrecht und nicht der Deponieordnung, sondern nur der Bodenschutzverordnung. Die spätere Eigentümerin GSE deckte die Kuppe von 1999 bis 2004 mit rund 50 cm Lehm ab, damit Oberflächenwasser keine möglichen Schadstoffe ins Grundwasser spült.
Frühe Forderung nach Erholung
Von 1973 bis 1978 griff der SPD-Ortsverein Buchforst den Wunsch der Bevölkerung auf, den stillgelegten Berg zum Naherholungsgebiet umzuwidmen. Die Chemische Fabrik Kalk lehnte ab, und der Kölner Rat fügte sich.
Rundblick laut Architekturführer
Im städtischen Architekturführer „Rechtsrheinisches Köln“ gehört der Kalkberg zu allen vier Touren. Als Grund nennt der Führer die mittige Lage im Rechtsrheinischen und den 360-Grad-Blick über alle rechtsrheinischen Stadtteile. Nach seiner Einschätzung vermitteln sich Zusammenhänge und Größenverhältnisse von hier eindrucksvoller als vom Kölntriangle, das zu sehr am Rand am Rhein stehe.
Grünfläche und Aussichtsplattform
Im Stadtentwicklungsplan „Rechtsrheinische Perspektiven“ gilt der Kalkberg als wesentliches Element, um Freiflächen in Kalk-Süd zu einer zusammenhängenden Grünfläche zu verbinden. Nach einem Ratsbeschluss von 2011 war zunächst unklar, ob eine zusammenhängende begehbare Grünfläche erhalten bleibt. Eine Machbarkeitsstudie empfahl, den hinteren Bereich auf 81 m NHN aufzuschütten und einen für alle zugänglichen Weg anzulegen. 2015 unterschrieb Oberbürgermeister Jürgen Roters einen Dringlichkeitsentscheid für eine Plattform mit Treppe, eine barrierefreie Lösung war ebenfalls geplant. Ob die Plattform gebaut wurde, ist nicht gesichert.
Rettungshubschrauberstation
Seit einem Ratsbeschluss von 2005 ist das Gelände als stadtnaher Alternativstandort für eine Rettungshubschrauberstation vorgesehen. Bis zu deren Fertigstellung sind die Hubschrauber am Flughafen Köln/Bonn stationiert. Die Klage einer Anwohnerin lehnte das Verwaltungsgericht Köln 2011 ab, ihre Berufung wies das Oberverwaltungsgericht zurück.
Zeitstrahl
- 1972Auffüllung kurz vor Inkrafttreten des ersten Abfallgesetzes eingestellt
- 1973–1978SPD Buchforst fordert Umwidmung zum Naherholungsgebiet; CFK lehnt ab
- 1999–2004GSE bedeckt Deponiekuppe mit ca. 50 cm Lehmschicht
- 2005Ratsbeschluss: Gelände als Standort für Rettungshubschrauberstation
- 2011Verwaltungsgericht Köln lehnt Klage gegen Hubschrauberstation ab
- 2011Ratsbeschluss (20. Dez.): Konzept für Aussichtsplattform
- 2012Höhe des Kalkbergs: 79 m NHN, ca. 32 m über Gelände
- 2015Dringlichkeitsentscheid (13. Jan.) für den Bau einer Aussichtsplattform
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Adresse
Kalkberg
51065 Köln
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Quellen & Links
- Offizielle Webseite
- Offizielle Webseite (abgerufen 2026-10-18)
- Wikidata (abgerufen 2026-10-18)
- Wikipedia (abgerufen 2026-10-18, rev 269200920)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-10-18
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