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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Kalkberg

Künstlicher Hügel aus Abfällen der Chemischen Fabrik Kalk – vorgesehen für eine Aussichtsplattform, eine Grünfläche und eine Rettungshubschrauberstation

Aussicht

Der Kalkberg bedeckt eine große, recht zentral gelegene Fläche in einem Umfeld, in dem freie Flächen knapp sind. Deshalb beschäftigt sich die städtische Planung mit der Frage, wie die inzwischen überschüttete Hochdeponie genutzt werden soll.

Auf einen Blick

Art
künstliche Erhebung, ehemalige Werksdeponie
Lage
Nordwestecke des Stadtteils Kalk an der Grenze zu Buchforst, im Winkel von Stadtautobahn und Bahnanlagen
Stadtbezirk
Kalk
Höhe (2012)
79 m NHN, etwa 32 m über dem Gelände
Altlastenverdacht
beim Umweltamt der Stadt Köln unter der Nummer AL 80206 erfasst
Weiterer Name
„Monte Kalk“
Vorgesehene Nutzung
öffentliche Grünfläche mit Aussicht und Rettungshubschrauberstation
Wusstest du?

Der Kalkberg in Köln, aufgeschüttet aus Produktionsabfällen der Chemischen Fabrik Kalk, war zur Zeit der Aufschüttung unbewachsen und zeigte im Winter einen schneebedeckten Gipfel, weshalb die Einwohner ihn „Kalker Alpen“ nannten.

Von der Werksdeponie zum Hügel

Die nahegelegene damalige Chemische Fabrik Kalk lagerte hier ihre Produktionsrückstände ab. Der Berg war damals unbewachsen, und wegen seines im Winter verschneiten Gipfels sprachen die Einwohner von den „Kalker Alpen“. Laut der Stadt Köln endete die Aufschüttung kurz vor Inkrafttreten des ersten Abfallgesetzes 1972. Deshalb unterliegt der Kalkberg nicht dem Abfallrecht und nicht der Deponieordnung, sondern nur der Bodenschutzverordnung. Die spätere Eigentümerin GSE deckte die Kuppe von 1999 bis 2004 mit rund 50 cm Lehm ab, damit Oberflächenwasser keine möglichen Schadstoffe ins Grundwasser spült.

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Frühe Forderung nach Erholung

Von 1973 bis 1978 griff der SPD-Ortsverein Buchforst den Wunsch der Bevölkerung auf, den stillgelegten Berg zum Naherholungsgebiet umzuwidmen. Die Chemische Fabrik Kalk lehnte ab, und der Kölner Rat fügte sich.

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Rundblick laut Architekturführer

Im städtischen Architekturführer „Rechtsrheinisches Köln“ gehört der Kalkberg zu allen vier Touren. Als Grund nennt der Führer die mittige Lage im Rechtsrheinischen und den 360-Grad-Blick über alle rechtsrheinischen Stadtteile. Nach seiner Einschätzung vermitteln sich Zusammenhänge und Größenverhältnisse von hier eindrucksvoller als vom Kölntriangle, das zu sehr am Rand am Rhein stehe.

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Grünfläche und Aussichtsplattform

Im Stadtentwicklungsplan „Rechtsrheinische Perspektiven“ gilt der Kalkberg als wesentliches Element, um Freiflächen in Kalk-Süd zu einer zusammenhängenden Grünfläche zu verbinden. Nach einem Ratsbeschluss von 2011 war zunächst unklar, ob eine zusammenhängende begehbare Grünfläche erhalten bleibt. Eine Machbarkeitsstudie empfahl, den hinteren Bereich auf 81 m NHN aufzuschütten und einen für alle zugänglichen Weg anzulegen. 2015 unterschrieb Oberbürgermeister Jürgen Roters einen Dringlichkeitsentscheid für eine Plattform mit Treppe, eine barrierefreie Lösung war ebenfalls geplant. Ob die Plattform gebaut wurde, ist nicht gesichert.

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Rettungshubschrauberstation

Seit einem Ratsbeschluss von 2005 ist das Gelände als stadtnaher Alternativstandort für eine Rettungshubschrauberstation vorgesehen. Bis zu deren Fertigstellung sind die Hubschrauber am Flughafen Köln/Bonn stationiert. Die Klage einer Anwohnerin lehnte das Verwaltungsgericht Köln 2011 ab, ihre Berufung wies das Oberverwaltungsgericht zurück.

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Zeitstrahl

  1. 1972
    Auffüllung kurz vor Inkrafttreten des ersten Abfallgesetzes eingestellt
  2. 1973–1978
    SPD Buchforst fordert Umwidmung zum Naherholungsgebiet; CFK lehnt ab
  3. 1999–2004
    GSE bedeckt Deponiekuppe mit ca. 50 cm Lehmschicht
  4. 2005
    Ratsbeschluss: Gelände als Standort für Rettungshubschrauberstation
  5. 2011
    Verwaltungsgericht Köln lehnt Klage gegen Hubschrauberstation ab
  6. 2011
    Ratsbeschluss (20. Dez.): Konzept für Aussichtsplattform
  7. 2012
    Höhe des Kalkbergs: 79 m NHN, ca. 32 m über Gelände
  8. 2015
    Dringlichkeitsentscheid (13. Jan.) für den Bau einer Aussichtsplattform

Galerie

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Adresse

Kalkberg
51065 Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-10-18

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