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© Gordito1869 · CC BY 3.0

Kulturpfad Porz

Vierteiliger Rad- und Wanderweg durch den Kölner Stadtbezirk Porz, der auf vier Themen-Touren Wegekreuze, Kirchen, historische Höfe und Siedlungen verbindet.

Kostenlos

Der Kulturpfad Porz ist ein vierteiliger Rad- und Wanderweg im Kölner Stadtbezirk Porz, der auf vier Themen-Touren durch die Ortsteile des Bezirks führt und dabei Wegekreuze, Kirchen, alte Höfe und historische Siedlungen miteinander verbindet. Er ist Teil des stadtweiten Kulturpfad-Netzwerks Köln und wurde ursprünglich mit Informationstafeln entlang der Route aufbereitet.

Auf einen Blick

Lage
Kölner Stadtbezirk Porz
Konzept
vier Themen-Touren durch die Porzer Ortsteile
Stationstypen
Wegekreuze, Kirchen, Fachwerkhöfe, Villen und geplante Siedlungen
Aufbereitung
Informationstafeln an den einzelnen Stationen
Status
nicht ausgeschildert, käufliche Karten existieren nicht mehr
Entstehungsjahr
unbekannt
Netzwerk
gehört zum städtischen Kulturpfad Köln

Vier Touren durch Porz

Der Pfad gliedert sich in vier Rundgänge, die jeweils mehrere Ortsteile miteinander verknüpfen. Tour 1 verläuft durch Libur und Urbach, Tour 2 durch Westhoven und Langel, Tour 3 verbindet Poll, Ensen, Gremberghoven und Porz, und Tour 4 führt durch Zündorf. So lässt sich der Bezirk in überschaubaren Etappen erkunden, wobei jede Tour ihren eigenen Schwerpunkt zwischen dörflicher Vergangenheit, Sakralbauten und Wohnungsbau des frühen 20. Jahrhunderts setzt.

© G. Friedrich · CC BY 3.0

Wegekreuze & historische Höfe

Besonders die südlichen Ortsteile sind reich an alten Wegekreuzen: In Libur stehen etwa das Urbanuskreuz von 1729 und das Hölser Kreuz von 1787, in Ensen erinnert das Amerikakreuz von 1869 an einen Auswanderer, der es stiftete. Dazu kommen zahlreiche Hofanlagen, die weit zurückreichen — der Langeler Fronhof wurde bereits 965 erstmals erwähnt, der Urbacher Maarhof 1613. In Zündorf markiert der geschlossene Börschhof von 1780/81 die südliche Ortsgrenze, während Fachwerk- und Backsteinhäuser wie der Bitzhof von 1836 das historische Ortsbild prägen.

© Schweinepeterle · Public domain

Kirchen & Siedlungen

Zu den kirchlichen Stationen zählen die romanische Nikolaus-Kapelle in Westhoven aus der Zeit um 1100, die auf das 11. Jahrhundert zurückgehende Kirche St. Michael in Zündorf mit Tafelgemälden der Barthel-Bruyn-Schule sowie mehrere Pfarrkirchen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ein eigenes Kapitel bildet der Siedlungsbau: In Poll entstand mit der Milchmädchensiedlung (1919–1921) eine der ersten reinen Einfamilienhaus-Siedlungen Kölns nach dem Leitbild „stadtnahes Wohnen im Grünen", in Gremberghoven die Gartenstadt-Arbeitersiedlung (1919–1922) für Bedienstete des Rangierbahnhofs mit ihrem markanten elliptischen Grundriss. In Porz selbst säumen repräsentative Rheinvillen aus den Jahren 1900 bis 1912 den Weg.

© Duhon · CC BY 3.0

Praktischer Hinweis

Wer den Kulturpfad heute abgehen möchte, sollte sich vorab orientieren: Die Route ist nicht ausgeschildert, und erwerbbare Karten gibt es nicht mehr. Die Stationen lassen sich daher am besten anhand ihrer Adressen und der noch vorhandenen Informationstafeln ansteuern. Zur Vertiefung eignet sich die Literatur zum Pfad, etwa der Band „Kulturpfade Köln 06: Zündorf, Langel, Libur" von Markus Eckstein (J.P. Bachem Verlag, Köln 2012).

© Duhon · CC BY 3.0

Galerie

© Duhon · CC BY 3.0 · Commons
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-09

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