St. Mauritius
Romanische Pfeilerbasilika im Stadtteil Altstadt-Süd, 1141 geweiht — als erste Kölner Kirche mit durchgehend gewölbtem Langhaus und Seitenschiffen.
St. Mauritius ist eine Pfarrkirche im Kölner Stadtteil Altstadt-Süd. Ihr Ursprung reicht ins Hochmittelalter zurück; erstmals erwähnt wurde sie 1135.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- katholische Pfarrkirche, ursprünglich romanische Pfeiler- und Gewölbebasilika
- Lage
- Mauritiuskirchplatz, Stadtteil Altstadt-Süd, Stadtbezirk Innenstadt
- Baubeginn
- 1135, geweiht 1141 durch Erzbischof Arnold I.
- Stifter
- der Kölner Bürger Hermann de Scipiona und seine Frau Ida
- Besonderheit
- erste Kölner Kirche mit gewölbtem Langhaus samt Seitenschiffen statt flacher Holzdecke
- Architekten (spätere Zeit)
- Fritz Schaller, Vincenz Statz
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
St. Mauritius war beim Bau (geweiht 1141) die erste Kölner Kirche, deren Langhaus samt Seitenschiffen vollständig als Gewölbe ausgeführt wurde – alle anderen Kirchen der Stadt hatten damals noch die übliche flache Holzdecke.
Lage und Umgebung
Die Kirche steht auf dem nach ihr benannten Mauritiuskirchplatz. Dieser wird im Osten vom Mauritiussteinweg begrenzt, im Süden verläuft die hier beginnende Jahnstraße, im Westen mündet die Arndtstraße und im Norden die Straße Am Rinkenpfuhl. Errichtet wurde der Bau unmittelbar vor der ersten römischen Stadtmauer, deren Reste in den Gärten der östlich gelegenen Häuserzeile am Mauritiussteinweg erhalten sind.
Vom Eigenkirchenbau zur Pfarrkirche
Am Ursprung steht eine Eigenkirche der Abtei St. Pantaleon, die in der Vorstadt über umfangreichen Grundbesitz verfügte; ihre genaue Entstehungszeit lässt sich nicht bestimmen. Mit wachsender Bevölkerung drängten so viele Gläubige zu den Gottesdiensten, dass auch der Ablauf der klösterlichen Liturgie in St. Pantaleon gestört wurde. Daraufhin wurde ein größerer Neubau beschlossen, der zur Pfarrkirche des Kirchspiels St. Mauritius werden sollte. Die Mittel dafür stiftete 1135 das Ehepaar de Scipiona; nach sechsjähriger Bauzeit weihte Erzbischof Arnold I. die Kirche 1141.
Romanische Basilika
Der dreischiffige Bau wurde im Stil einer romanischen Pfeiler- und Gewölbebasilika ohne Querschiff errichtet. Das Langhaus mit drei Jochen schloss nach Osten mit drei Apsiden ab; zur Stadt hin trennten schlanke Treppentürme die gestuften Apsiden der Fassade. Dem Bau war im Westen ein quadratischer Westbau mit zweigeschossigen Seitenflügeln vorgesetzt. Eine Urkunde von 1144 wies diesen Westbau mit Michaelskapelle und Westempore dem benachbarten Kloster der Benediktinerinnen für deren Gottesdienste zu.
Zeitstrahl
- 10. Jh.Abtei St. Pantaleon von Otto dem Großen gegründet; erste Eigenkirche in ihrem Sprengel
- 1106Zweite Stadterweiterung Kölns im westlichen Bereich
- 1135Stiftung des Neubaus durch Hermann de Scipiona und Frau Ida; Baubeginn
- 1141Konsekration durch Erzbischof Arnold I. von Köln zu Ehren des hl. Mauritius
- 1144Urkunde Arnolds I.: Westbau mit Michaelskapelle dem Benediktinerinnenkloster überlassen
- um 1180Befestigung des suburbanen Geländes der Pantaleonsvorstadt
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27




