St. Joseph (Köln-Rodenkirchen)
Katholische Pfarrkirche in Köln-Rodenkirchen von 1956, das letzte ausgeführte Werk des Architekten Dominikus Böhm.
St. Joseph ist eine katholische Pfarrkirche im südlichen Kölner Stadtteil Rodenkirchen. Der 1956 geweihte Backsteinbau war der letzte ausgeführte Entwurf des Architekten Dominikus Böhm, der während der Bauzeit starb; sein Sohn Gottfried Böhm brachte das Vorhaben zu Ende.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Bautyp
- Katholische Pfarrkirche
- Konfession
- Römisch-katholisch
- Patrozinium
- St. Joseph
- Architekt
- Dominikus Böhm (vollendet von Gottfried Böhm)
- Baujahr
- 1956 geweiht (Pläne von 1954)
- Stadtteil
- Köln-Rodenkirchen
- Baustoff
- Roter Backstein mit zwei Türmen
- Denkmalschutz
- Seit 15. August 2001 (Denkmalliste Nr. 8556)
St. Joseph war der letzte ausgeführte Entwurf des Architekten Dominikus Böhm – er starb 1955 kurz nach der Grundsteinlegung, und sein Sohn Gottfried Böhm vollendete den Bau.
Das kannst du hier erleben
- Die ungewöhnliche Zwei-Turm-Architektur von Dominikus Böhm von außen betrachten
- Die abstrakten Giebelfenster mit den acht Seligpreisungen von Hubert Berke ansehen
- Die Marienkapelle mit der Pietà in der südöstlichen Ecke besuchen
- Die Oberlinger-Orgel mit drei Manualen und 35 Registern erleben
- Einen Gottesdienst in der Pfarrkirche besuchen
Geschichte
Die Pfarrgemeinde von St. Maternus hatte in den 1860er Jahren im Norden Rodenkirchens die neugotische Maternuskirche errichtet, weil man mit einem Wachstum in Richtung Köln rechnete. Tatsächlich dehnte sich der damals noch selbstständige Ort – erst 1975 nach Köln eingemeindet – aber nach Süden aus, verstärkt nach dem Zweiten Weltkrieg. 1951 beschloss die Gemeinde deshalb einen Neubau weiter im Süden; die Schenkung eines rund 8000 Quadratmeter großen Grundstücks ermöglichte eine großzügige Planung.
1955 erhielt Dominikus Böhm den Auftrag, dessen Pläne bereits aus dem Jahr 1954 stammten. Kurz nach der Grundsteinlegung starb er im August 1955, woraufhin sein Sohn Gottfried das Werk im Sinne des Vaters vollendete. 1956 wurde die Kirche geweiht und eine eigene Pfarrei gegründet. Teile der Ausstattung folgten später, darunter die erste Orgel (1961) und die Chorfenster (1963). 1991/92 leitete Rolf Link, schon 1955 an der Entwurfsplanung beteiligt, eine Renovierung, bei der Innenraum und Vorplatz umgestaltet und eine neue Orgel eingebaut wurden.
Architektur
Der Baukörper aus warmtonigem rotem Backstein steht auf einer nahezu quadratischen Grundfläche. Zwei gleich gestaltete, wuchtige Türme (9 × 10 Meter) mit flachen Zeltdächern treten je zur Hälfte aus dem Bau hervor; ungewöhnlich stehen sie nicht parallel, sondern folgen einer Mittelachse zwischen Eingangs- und Altarbereich. Die Wände bleiben weitgehend geschlossen und öffnen sich erst in über 14 Metern Höhe zu rasterartigen quadratischen Maueröffnungen. Über dem Hauptkorpus liegt ein breites Satteldach, dessen Giebelflächen schmale, durch Betonpfeiler gegliederte Fensterbänder tragen.
Innen unterscheiden sich die beiden Türme deutlich: Der Eingangsturm nimmt die Orgelempore auf, darunter liegt eine niedrige Vorhalle mit dem Taufbecken. Der Turm an der Altarseite ist nach oben offen und belichtet den Altarbereich; seine kleinen quadratischen Fenster zeigen symbolische Heiligenköpfe. Der Innenraum ist hell verputzt und mit einer weißen, abgehängten Deckenschale versehen, während die freistehenden Turmpfeiler in Ziegeloptik bleiben. In der südöstlichen Ecke liegt eine niedrige Marienkapelle mit einer Pietà.
Ausstattung
Die großen Giebelfensterbänder an der Altarseite gestaltete Hubert Berke als abstrakte Komposition der acht Seligpreisungen der Bergpredigt (Mt 5,3–10); von ihm stammt auch das gerundete Fenster der Marienkapelle. Der Altar geht auf einen Entwurf Gottfried Böhms zurück, das Altarkreuz schuf Walter Prinz (1972), das Tabernakel Theo Heiermann. Die 1991 eingebaute Orgel der Firma Oberlinger besitzt drei Manuale und 35 Register. Das vierstimmige Bronzegeläut goss Franz Otto im Jahr 1958.
Zeitstrahl
- 1954Die Pläne für die Kirche entstehen.
- 1955Auftrag an Dominikus Böhm und Grundsteinlegung; Böhm stirbt im August.
- 1956Weihe der Pfarrkirche und Gründung einer eigenen Pfarrei.
- 1958Franz Otto gießt das vierstimmige Bronzegeläut.
- 1961Weihe der ersten Orgel.
- 1963Die Chorfenster werden eingebaut.
- 1991Renovierung unter Rolf Link mit neuer Orgel und umgestaltetem Innenraum.
- 2001Aufnahme in die Denkmalliste der Stadt Köln.
Galerie
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-26
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.





