St. Joseph (Köln-Ehrenfeld)
St. Joseph ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in Köln-Ehrenfeld an der Venloer Straße. Die ursprünglich neugotische Backsteinbasilika von Vincenz Statz wurde nach der Kriegszerstörung in den 1950er-Jahren wiederaufgebaut.
St. Joseph ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in Köln-Ehrenfeld an der Venloer Straße, unweit des Marktplatzes und der Kapelle Mariä Himmelfahrt. Sie gehört zum Seelsorgebereich Ehrenfeld im Erzbistum Köln.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Stadtteil
- Köln-Ehrenfeld, Venloer Straße (eingerahmt von Klara- und Wahlenstraße)
- Baujahr
- 1872–1875
- Architekt
- Vincenz Statz (Erstbau), Otto Bongartz (Wiederaufbau)
- Baustil
- neugotische Backsteinbasilika, dreischiffig
- Turm
- 60 Meter hoher Vierkantturm mit Pyramidenspitze
- Zerstörung
- 31. Mai 1942 bei einem Bombenangriff
- Wiederaufbau
- 1949–1955
- Denkmalschutz
- seit 1. Juni 1982, Denkmalliste Nr. 1.040
Die drei ersten Glocken von 1875 wurden aus eingeschmolzenen Kanonen gegossen. Der Neubau der geplanten Orgel von 1912/13 blieb unvollendet, weil der Orgelbauer Schaeben zum Militär eingezogen wurde und nicht aus dem Krieg zurückkehrte.
Das kannst du hier erleben
- Die von Jan Schoenaker gestalteten Chor- und Seitenfenster betrachten
- Die spätgotische Anna-selbdritt-Skulptur aus dem 15. Jahrhundert entdecken
- Die drei Altarbilder aus der Kapelle Mariä Himmelfahrt im östlichen Seitenschiff ansehen
- Den 60 Meter hohen Vierkantturm von der Venloer Straße aus betrachten
Geschichte
Die Kirche entstand 1872–1875 nach Plänen von Vincenz Statz als dreischiffige, querschifflose neugotische Backsteinbasilika mit hohem Mittelschiff und zwei niedrigen Seitenschiffen. Statz stiftete gemeinsam mit Johann und Jakob Wahlen auch das Baugrundstück. Bereits Weihnachten 1873 wurde in der noch provisorisch eingerichteten Kirche der erste Gottesdienst gefeiert; die feierliche Weihe auf das Patrozinium des heiligen Joseph nahm Erzbischof Paulus Melchers am 11. April 1875 vor. Im selben Jahr erhielt die Kirche drei Glocken, die die Firma A. Rodenkirchen in Deutz aus eingeschmolzenen Kanonen goss. Die erste Orgel folgte 1884.
Bei Umbauten 1912/13 kam ein querschiffartiger Anbau hinzu, und der niedrige Fassadenturm wich dem heutigen, 60 Meter hohen Vierkantturm mit schiefergedeckter Pyramidenspitze. Die Orgel von 1884 musste dafür abgebaut werden; ihr Neubau blieb unvollendet, weil der Orgelbauer Schaeben zum Militär eingezogen wurde und nicht aus dem Krieg zurückkehrte. Nach einer Zwischenlösung mit einer Leihorgel erhielt die Gemeinde 1926 wieder eine eigene Orgel.
Am 31. Mai 1942 zerstörte ein Bombenangriff die Kirche bis auf den Turm. Der Wiederaufbau erfolgte 1949–1955 nach Plänen von Otto Bongartz. Anstelle des zerstörten Gewölbes erhielt das Gebäude eine flache, mit geometrischen Figuren bemalte Holzdecke; die verputzten Außenmauern ließen die Werksteingliederung sichtbar. 1957 baute die Firma Gebr. Krell aus Duderstadt eine neue Orgel mit 38 Registern und drei Manualen. 1958 kamen farbige Glasfenster hinzu, 1960 vier neue Glocken. Nach der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurden 1981/82 Chor und Farbfassung neu gestaltet.
Ausstattung
Die von Jan Schoenaker entworfenen Fenster zeigen im Chorraum die Geburt Jesu, die Auferstehung Christi und die Aussendung des Heiligen Geistes. Das westliche Seitenfenster ist dem heiligen Joseph und dem Leben der heiligen Cäcilia gewidmet, das östliche der Vertreibung aus dem Paradies und Joseph mit Jesus an der Hobelbank.
Im westlichen Seitenschiff steht eine Figur der Mutter Gottes am Ort eines früheren Marienaltars. Im östlichen Seitenschiff finden sich neben dem Taufbecken eine spätgotische Skulptur der Anna selbdritt aus dem 15. Jahrhundert sowie drei Altarbilder des ehemaligen Hochaltars der Kapelle Mariä Himmelfahrt. Sie stellen die heilige Helena, die Stifterin von St. Gereon, die heilige Gertrudis, Äbtissin von Nivelles, und die heilige Anna dar; ein viertes Bild mit der heiligen Cäcilia ist nicht erhalten. Der Turmraum ist mit Figuren der Heiligen Joseph, Judas Thaddäus und Antonius sowie einer Fatimamadonna und einer „Immerwährenden Hilfe“ ausgestattet.
Glocken
Die heutigen Glocken wurden 1960 bei der Firma Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher aus Bronze gegossen. Ihre Stimmung folgt dem Glockenmotiv Salve Regina.
Lage
St. Joseph liegt an der Venloer Straße unweit des Ehrenfelder Marktplatzes und der Kapelle Mariä Himmelfahrt, seitlich begrenzt von Klara- und Wahlenstraße. Die Pfarrei gehört mit St. Mechtern, St. Peter, St. Anna und St. Barbara zum Seelsorgebereich Ehrenfeld im Stadtdekanat Köln.
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-29
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