St. Heribert
Pfarrkirche in Köln-Deutz, „Düxer Dom" genannt — sie hütet den um 1175 vollendeten Heribertschrein.
In Köln-Deutz erhebt sich St. Heribert, eine dreischiffige Pfeilerbasilika der römisch-katholischen Gemeinde, die im Volksmund den Namen „Düxer Dom" trägt. Im Bereich hinter dem Hochaltar ruht der Heribertschrein; in ihm liegen die Reliquien des Kölner Erzbischofs Heribert, auf den die Gründung der Abtei Deutz zurückgeht.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Pfarrkirche, dreischiffige Pfeilerbasilika
- Lage
- Stadtteil Deutz, Stadtbezirk Innenstadt
- Baustil
- Neuromanik
- Bauzeit
- 1891 bis 1896
- Architekt
- Caspar Clemens Pickel
- Bekannt für
- den Heribertschrein, um 1175 vollendet
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Das Geläut der Kirche gilt als einmalig in seiner Zusammenstellung: Es besteht aus sechs Leihglocken, die allesamt aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten wie Pommern und Schlesien stammen – darunter eine Glocke von 1636 aus Frankenstein in Niederschlesien.
Vorgeschichte
Gelegen ist die Kirche auf dem Areal des einstigen Tempelhofs an der Deutzer Freiheit, der seinen Namen dem Templerorden verdankt. Als dieser 1312 aufgelöst wurde, übernahm der Johanniterorden die Güter; 1803 brachte die Säkularisation die Enteignung des Hofs. Mechtildis Neuhoff überschrieb das rund 7000 m² große Gelände drei Jahre vor ihrem Tod 1881 der katholischen Gemeinde und verfügte testamentarisch, dass der Bau binnen zehn Jahren nach ihrem Tod anlaufen müsse.
Bau und Wiederaufbau
Unter Caspar Clemens Pickel entstand das neuromanische Gebäude in den Jahren 1891 bis 1896. Bombenschäden trafen es im Zweiten Weltkrieg zwischen 1943 und 1945 schwer, wobei ein Großteil der Ausstattung unterging. Den Wiederaufbau in abgewandelter Gestalt besorgten von 1949 bis 1951 die Architekten Rudolf Schwarz und Josef Bernard; eine Sanierung schloss sich 1986 bis 1988 an.
Der Heribertschrein
Um 1175 fertiggestellt, zählt der Schrein zur romanischen Goldschmiedekunst und misst 1,53 Meter in der Länge, 0,68 Meter in der Höhe und 0,42 Meter in der Breite. Über einem Kern aus Eichenholz liegt ein Beschlag aus silbervergoldetem Kupfer, dazu kommen Edelsteine als Schmuck. Die Längsseiten reihen abwechselnd Apostel und Propheten; an den Stirnseiten erscheinen Christus mit dem heiligen Heribert sowie Maria mit dem Jesuskind. Das Leben des heiligen Heribert schildern zwölf Emailmedaillons auf dem Dach. Sein erster Standort war die Klosterkirche Alt St. Heribert der Abtei Deutz.
Geläut
Die Türme beherbergen sechs „Leihglocken", die ihren Ursprung in den ehemaligen deutschen Ostgebieten haben, darunter Pommern und Schlesien. Sie traten an die Stelle des ursprünglichen Geläuts, das der Zweite Weltkrieg bis auf die kleinste Glocke vernichtet hatte. Hinzu kommt in der Turmhalle des Westturms eine Glocke aus dem Jahr 1636, die aus Frankenstein in Niederschlesien stammt.
Zeitstrahl
- um 1175Heribertschrein als Hauptwerk romanischer Goldschmiedekunst vollendet
- 1312Templerorden aufgehoben; Tempelhof-Besitz geht an den Johanniterorden
- 1803Säkularisation: Tempelhof wird enteignet
- 1881Mechtildis Neuhoff stirbt (23. Okt.); hatte Tempelhof der Gemeinde vermacht
- 1891–1896Kirchenbau im neuromanischen Stil unter Architekt Caspar Clemens Pickel
- 1943–1945Kirche im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt; Großteil der Ausstattung verloren
- 1949–1951Wiederaufbau in veränderter Form durch Rudolf Schwarz und Josef Bernard
- 1986–1988Umfassende Sanierung der Kirche
Galerie
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Das könnte dich auch interessieren
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27





