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St. Heribert

Pfarrkirche in Köln-Deutz, „Düxer Dom" genannt — sie hütet den um 1175 vollendeten Heribertschrein.

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In Köln-Deutz erhebt sich St. Heribert, eine dreischiffige Pfeilerbasilika der römisch-katholischen Gemeinde, die im Volksmund den Namen „Düxer Dom" trägt. Im Bereich hinter dem Hochaltar ruht der Heribertschrein; in ihm liegen die Reliquien des Kölner Erzbischofs Heribert, auf den die Gründung der Abtei Deutz zurückgeht.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Pfarrkirche, dreischiffige Pfeilerbasilika
Lage
Stadtteil Deutz, Stadtbezirk Innenstadt
Baustil
Neuromanik
Bauzeit
1891 bis 1896
Architekt
Caspar Clemens Pickel
Bekannt für
den Heribertschrein, um 1175 vollendet
Schutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Wusstest du?

Das Geläut der Kirche gilt als einmalig in seiner Zusammenstellung: Es besteht aus sechs Leihglocken, die allesamt aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten wie Pommern und Schlesien stammen – darunter eine Glocke von 1636 aus Frankenstein in Niederschlesien.

Vorgeschichte

Gelegen ist die Kirche auf dem Areal des einstigen Tempelhofs an der Deutzer Freiheit, der seinen Namen dem Templerorden verdankt. Als dieser 1312 aufgelöst wurde, übernahm der Johanniterorden die Güter; 1803 brachte die Säkularisation die Enteignung des Hofs. Mechtildis Neuhoff überschrieb das rund 7000 m² große Gelände drei Jahre vor ihrem Tod 1881 der katholischen Gemeinde und verfügte testamentarisch, dass der Bau binnen zehn Jahren nach ihrem Tod anlaufen müsse.

© Tohma · CC BY-SA 4.0

Bau und Wiederaufbau

Unter Caspar Clemens Pickel entstand das neuromanische Gebäude in den Jahren 1891 bis 1896. Bombenschäden trafen es im Zweiten Weltkrieg zwischen 1943 und 1945 schwer, wobei ein Großteil der Ausstattung unterging. Den Wiederaufbau in abgewandelter Gestalt besorgten von 1949 bis 1951 die Architekten Rudolf Schwarz und Josef Bernard; eine Sanierung schloss sich 1986 bis 1988 an.

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Der Heribertschrein

Um 1175 fertiggestellt, zählt der Schrein zur romanischen Goldschmiedekunst und misst 1,53 Meter in der Länge, 0,68 Meter in der Höhe und 0,42 Meter in der Breite. Über einem Kern aus Eichenholz liegt ein Beschlag aus silbervergoldetem Kupfer, dazu kommen Edelsteine als Schmuck. Die Längsseiten reihen abwechselnd Apostel und Propheten; an den Stirnseiten erscheinen Christus mit dem heiligen Heribert sowie Maria mit dem Jesuskind. Das Leben des heiligen Heribert schildern zwölf Emailmedaillons auf dem Dach. Sein erster Standort war die Klosterkirche Alt St. Heribert der Abtei Deutz.

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Geläut

Die Türme beherbergen sechs „Leihglocken", die ihren Ursprung in den ehemaligen deutschen Ostgebieten haben, darunter Pommern und Schlesien. Sie traten an die Stelle des ursprünglichen Geläuts, das der Zweite Weltkrieg bis auf die kleinste Glocke vernichtet hatte. Hinzu kommt in der Turmhalle des Westturms eine Glocke aus dem Jahr 1636, die aus Frankenstein in Niederschlesien stammt.

© Tohma · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. um 1175
    Heribertschrein als Hauptwerk romanischer Goldschmiedekunst vollendet
  2. 1312
    Templerorden aufgehoben; Tempelhof-Besitz geht an den Johanniterorden
  3. 1803
    Säkularisation: Tempelhof wird enteignet
  4. 1881
    Mechtildis Neuhoff stirbt (23. Okt.); hatte Tempelhof der Gemeinde vermacht
  5. 1891–1896
    Kirchenbau im neuromanischen Stil unter Architekt Caspar Clemens Pickel
  6. 1943–1945
    Kirche im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt; Großteil der Ausstattung verloren
  7. 1949–1951
    Wiederaufbau in veränderter Form durch Rudolf Schwarz und Josef Bernard
  8. 1986–1988
    Umfassende Sanierung der Kirche

Galerie

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27