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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Drehbrücke im Rheinauhafen

Kölns ältester Übergang über Rheinwasser: eine denkmalgeschützte Drehbrücke von 1896, die mit Hydraulik aus dem Malakoffturm zur Seite schwenkt.

Outdoor

Am linken Rheinufer zwischen Malakoffturm und Schokoladenmuseum schwenkt die denkmalgeschützte Drehbrücke ihr Tragwerk zur Seite, damit Boote in den Rheinauhafen gelangen.

Auf einen Blick

Art
denkmalgeschützte Drehbrücke (Stahlfachwerkträger)
Lage
Altstadt-Süd, Stadtbezirk Innenstadt, am linken Rheinufer
Eröffnet
5. August 1896
Spannweiten
28,334 m (langer Arm), 18,30 m (kurzer Arm)
Breite
10 m, davon 5 m Fahrbahn
Durchfahrtshöhe
8,20 m Kölner Pegel
Wusstest du?

Um die ungleichen Gewichte der beiden Arme auszugleichen, wurde der kurze Arm mit schwerem Steinpflaster, der längere hingegen mit leichterem Holzpflaster belegt – eine clevere Ingenieulösung, die dafür sorgt, dass die Brücke beim Drehen im Gleichgewicht bleibt.

Geschichte

Mit dem Ausbau des Rheinseitenarms zum Hafen ging die Brücke am 5. August 1896 in Betrieb und gilt als Kölns ältester Übergang über Rheinwasser. In den Jahren 1986/87 erhielt das Industriedenkmal eine Generalüberholung. Inzwischen ist sie der Stiftung des Schokoladenmuseums zugeordnet, dem sie zugleich einen Zugang bietet.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain

Technik und Bauweise

Gesteuert wird der Drehmechanismus elektrohydraulisch mit einem Druck von 5 MPa, der im Malakoffturm von 1850 entsteht. Diesen Druck lieferte anfangs eine Kraftwerksanlage, die man für den von 1892 bis 1898 vergrößerten Hafen baute. Jeder Drehung geht ein Anheben um 11,2 cm voraus. Weil die beiden Arme unterschiedlich wiegen, pflasterte man den kurzen mit Stein und den langen mit Holz.

© Till Niermann · CC BY 3.0

Heute

Gestrichen ist das Bauwerk im traditionellen Kölner Brückengrün. Wer in den heute überwiegend von Sport- und Yachtbooten genutzten Rheinauhafen einfahren möchte, meldet sich beim Hafenmeister; zwischen 8 und 20 Uhr wird die Brücke dann bei Bedarf geöffnet.

© Horsch, Willy - HOWI · CC BY 3.0

Wissenswertes

Schon 1984 brachte eine Instandsetzung der Hydraulik Kosten von annähernd einer Million DM mit sich. Für 2026 ist über das Programm Kulturinvest eine Sanierung des Kulturdenkmals vorgesehen. Eine Bundesförderung von etwa 3,3 Millionen Euro soll dabei eines der wenigen verbliebenen Bauwerke dieser Bauart in Deutschland erhalten.

© Horsch, Willy - HOWI · CC BY 3.0

Zeitstrahl

  1. 1850
    Bau des Malakoffturms, der später die Drehvorrichtung beherbergt
  2. 1892–1898
    Erweiterung des Rheinhafens, für die eine Kraftwerksanlage gebaut wurde
  3. 1896-08-05
    Eröffnung der Drehbrücke am 5. August 1896
  4. 1984
    Reparatur der Hydraulik für fast 1 Million DM
  5. 1986–1987
    Generalüberholung des Industriedenkmals
  6. 2026
    Geplante Sanierung mit Fördermitteln (Kulturinvest, ~3,3 Mio. € Bundesförderung)

Karte

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26