Maternushaus
Tagungszentrum des Erzbistums Köln in der Altstadt, 1978–1983 nach einem Entwurf von Hans Schilling und Peter Kulka errichtet.
Das Maternushaus ist das Tagungszentrum des Erzbistums Köln und liegt nur wenige Gehminuten von Dom und Hauptbahnhof entfernt in der Kölner Altstadt.
Auf einen Blick
- Lage
- Kölner Altstadt, Kardinal-Frings-Straße 1–3 (begrenzt von Victoriastraße, Auf dem Hunnenrücken und Tunisstraße)
- Bauzeit
- 1978 bis 1983
- Architekten
- Hans Schilling und Peter Kulka
- Betreiber
- Erzbistum Köln
- Kapazität
- größter Raum (Maternussaal) bis zu 500 Personen
- Nutzung
- Tagungszentrum mit angeschlossenem Hotel
- Auszeichnung
- Kölner Architekturpreis 1985
- Website
- erzbistum-koeln.de
Geschichte
An gleicher Stelle stand von 1864 bis 1978 das St.-Vincenz-Hospital. Dessen siebengeschossiges Schwesternwohnheim blieb erhalten und wurde als Hoteltrakt in den Neubau einbezogen. Benannt ist das Haus nach Maternus, der der Überlieferung nach der erste Bischof von Köln war. Gegenüber, an der Ecke Kardinal-Frings-Straße/Gereonstraße, befindet sich der heutige Sitz des Erzbischofs.
Architektur
Die zentrale Lage an der stark befahrenen Nord-Süd-Fahrt stellte die Architekten vor eine besondere Aufgabe: Lärmempfindliche Räume wurden zur ruhigeren Kardinal-Frings-Straße hin verlegt, während zur Tunisstraße die Funktionsbereiche mit Gastronomie, Büchermagazinen und dem nahezu fensterlosen, oktogonalen Maternussaal liegen. Über drei Geschosse staffelt sich der Bau terrassenförmig und öffnet sich in einem Halbrund zum ehemaligen erzbischöflichen Park. Verwendet wurden klassische Materialien – Backstein für die Wände, Marmelstein für die Böden, Holz an den Decken sowie rote Ziegel und Blei für das Dach. Auf historische Stilzitate verzichteten die Architekten bewusst.
Kapelle und japanischer Garten
Am ansteigenden Vorplatz beim Haupteingang liegt die Hauskapelle, eingerahmt von einem japanischen Garten (gestaltet von Jom Suzuki) – eine Anspielung auf die Partnerdiözese Tokio. Der Altar der Marienkapelle stammt aus der Herler Kapelle bei Haus Herl im Stadtteil Buchheim.
Wissenswertes
Die Spitze des Maternussaals krönt eine große Kugel mit einer Wetterfahne in Ochsengestalt (Künstler: Paul Nagel). Sie verweist auf Thomas von Aquin, der in Köln studierte und wegen seiner Schweigsamkeit bei zugleich kraftvollen Worten den Beinamen „der stumme Ochse von Aquino" trug. Unter dem Gebäude liegt eine zweigeschossige öffentliche Tiefgarage mit Einfahrt über die Straße Auf dem Hunnenrücken.
Nutzung heute
Neben Tagungen und Hotelbetrieb beherbergt das Haus seit seiner Fertigstellung 1983 die Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek – eine der größten ihrer Art –, die Medienzentrale des Erzbistums sowie Büroräume des Erzbischöflichen Generalvikariates.
Galerie
Karte
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Adresse
Kardinal-Frings-Straße 1-3
50668 Köln
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-08-11)
- Wikipedia (abgerufen 2026-08-11)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-11
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