Gut Leidenhausen
Ehemaliger wasserumwehrter Rittersitz in Köln-Eil, heute Umweltbildungszentrum am Rand der Wahner Heide.
Gut Leidenhausen ist ein ehemaliger, einst von Wasser umwehrter Rittersitz im Kölner Stadtteil Eil. Die Anlage liegt am westlichen Rand der Wahner Heide, direkt an den Königsforst angrenzend.
Auf einen Blick
- Ort
- Köln-Eil, am Rand der Wahner Heide (angrenzend zum Königsforst)
- Typ
- ehemaliger wasserumwehrter Rittersitz, heute Umweltbildungszentrum
- Erste Erwähnung
- 1329
- Denkmalschutz
- seit 1. Juli 1980 in der Denkmalliste der Stadt Köln
- Im Besitz der Stadt Köln
- seit 1963
- Umweltbildungszentrum
- offiziell seit 1. Juli 2018
- Naturmuseum
- „Haus des Waldes" (seit 1982)
Geschichte
Der Rittersitz wurde 1329 erstmals urkundlich erwähnt und wechselte über die Jahrhunderte durch die Hände mehrerer Adelsfamilien. Der Ortsname „Leidenhausen" reicht bis ins 7. bis 9. Jahrhundert zurück und bezeichnet sinngemäß die Siedlung eines Besitzers namens Leido. Seine heutige Gestalt erhielt der Gebäudekomplex vor allem unter den Freiherren von Hatzfeld im 16. und 17. Jahrhundert sowie unter den Freiherren von Weichs und den Grafen von Mirbach-Harff im 18. und 19. Jahrhundert. Bis 1803 diente das Gut zugleich als Verwaltungszentrum für den gesamten Raum zwischen Bergisch Gladbach und Siegburg.
Vom Gutshof zum Stadtbesitz
Nachdem die östlich des Mauspfades gelegenen Wälder enteignet und dem Truppenübungsplatz zugeschlagen worden waren, verkaufte Theodor von Mirbach-Harff das Gut an Ferdinand Mülhens senior. Dieser nutzte es fortan als Wirtschaftshof für das Gestüt Röttgen. Um 1920 und 1930 wurden Baulücken mit Stallungen und Scheunen geschlossen – so entstand die heutige geschlossene Hofform mit dem charakteristischen Torbogen. 1963 erwarb die Stadt Köln das Anwesen; bis 1964 wurde es noch als großer Bauernhof bewirtschaftet.
Heute: Umweltbildung und Natur
1982 richtete man im östlichen Scheunentrakt das Naturmuseum „Haus des Waldes" ein, dessen museumspädagogischen Raum die Waldschule der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nutzt. Seit dem 1. Juli 2018 ist Gut Leidenhausen offiziell Umweltbildungszentrum der Stadt Köln und Teil ihres Umweltbildungskonzepts. In den Jahren 2018 bis 2021 wurde es mit jährlich 220.700 € gefördert. Ziel ist ein umfangreiches, kostenfreies Angebot rund um Umweltbildung und Naturerfahrung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – in enger Zusammenarbeit mit den bereits vor Ort tätigen Initiativen.
Wissenswertes
- Der Name verweist auf einen frühmittelalterlichen Hofbesitzer namens Leido.
- Der markante Torbogen der geschlossenen Hofanlage entstand erst durch die An- und Umbauten des frühen 20. Jahrhunderts.
- Die Lage am Übergang von Wahner Heide und Königsforst macht das Gut zu einem naturnahen Ausgangspunkt.
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Gut Leidenhausen
51147 Köln
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-21
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.





