Schauburg
1922 eröffnetes Kölner Kino, das mit 1868 Sitzplätzen damals das größte in Deutschland war.
An der Breite Straße lagen in den frühen 1920er-Jahren mehrere Lichtspielhäuser dicht beieinander, bevor in einem Nachbargebäude die Schauburg hinzukam.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Kino (1922–1963)
- Lage
- Breite Straße 90, Stadtteil Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
- Sitzplätze
- 1868 bei der Eröffnung
- Besonderheit
- damals das größte Kino in Deutschland
- Eröffnung
- 12. April 1922
- Ende
- Schließung am 31. März 1963
Die Schauburg eröffnete 1922 direkt neben ihrem Konkurrenten Agrippina-Lichtspiele und übertraf diesen mit 1868 Plätzen so deutlich, dass sie auf Anhieb zum größten Kino Deutschlands wurde.
Konkurrenz in der Breite Straße
In der Breite Straße gab es bereits zwei Kinos: das am 31. Oktober 1912 eröffnete Modernes Theater und die Agrippina-Lichtspiele von 1913. Letztere lagen in einem Gebäude, das die Agrippina-Versicherungs AG errichten ließ; sie galten als beim Publikum beliebt und künstlerisch auf hohem Niveau. Ab November 1921 wurde ausgerechnet im direkten Nachbargebäude Breite Straße 90 ein weiteres Kino geplant, das die 925 Plätze der Agrippina-Lichtspiele übertreffen sollte.
Eröffnung 1922
Am 12. April 1922 wurde die Schauburg mit 1868 Sitzplätzen eröffnet und war damit das größte Kino in Deutschland. Eine zeitgenössische Stimme hielt fest: „Die Schauburg lud zur festlichen Eröffnung ein, und mit gespannter Erwartung folgte man dem Rufe.“ Zur Eröffnung lief das Filmdrama „Hamlet“ mit Asta Nielsen in der Hauptrolle, das zuvor am 4. Februar 1921 in Hamburg seine Deutschland-Premiere gehabt hatte.
Kinos in Köln
Um 1920 zählte Köln insgesamt 39 Kinos. Das älteste war das 1906 eröffnete Thalia mit 250 Plätzen an der Severinstraße 152, gefolgt vom Union-Theater in der Hohe Straße 23–25 im August desselben Jahres. Kinos entstanden in Köln erst in Arbeitervierteln, nachdem sie sich zuvor im bürgerlichen Stadtzentrum durchgesetzt hatten. Das größte Kölner Kino ist inzwischen der Cinedom mit 3748 Plätzen in 14 Sälen.
Zerstörung und Ende
Am 31. Mai 1942 wurde die Schauburg im Zweiten Weltkrieg zerstört. Beim Wiederaufbau verkleinerte sie sich auf 370 Plätze und beschränkte sich räumlich auf den Bereich des früheren Foyers; die Wiedereröffnung erfolgte am 3. Dezember 1948. Am 31. März 1963 wurde das Kino geschlossen und wich einem Bauvorhaben des WDR.
Zeitstrahl
- 1912Modernes Theater in der Breite Straße eröffnet (31. Oktober)
- 1913Agrippina-Lichtspiele im Nachbargebäude eröffnet
- 1921Ab November Planung eines neuen Kinos in der Breite Straße 90
- 1922Schauburg am 12. April mit 1868 Plätzen eröffnet, größtes Kino Deutschlands
- 1942Zerstörung der Schauburg am 31. Mai im Zweiten Weltkrieg
- 1948Wiedereröffnung am 3. Dezember mit verkleinerten 370 Plätzen
- 1963Schließung am 31. März, Platz für WDR-Bauvorhaben
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-12
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.





