Friedhof Trenkebergstraße
Kleiner denkmalgeschützter Friedhof in Köln-Meschenich mit einem Kriegerehrenmal und einer Sammlung barocker Steinkreuze.
Der Friedhof Trenkebergstraße liegt im Kölner Stadtteil Meschenich, eingefasst von Trenkebergstraße, Südstraße und Pfarrer-Heinrich-Fuchs-Straße. Auf überschaubarer Fläche bewahrt er Grabmäler und Kreuze aus mehreren Jahrhunderten und steht als Ganzes unter Denkmalschutz.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Lage
- Köln-Meschenich, zwischen Trenkebergstraße, Südstraße und Pfarrer-Heinrich-Fuchs-Straße
- Fläche
- rund 4.600 m²
- Kapazität
- Platz für etwa 790 Grabstätten
- Kriegsgräber
- 16 Grabstätten für deutsche Opfer des Zweiten Weltkriegs
- Trauerhalle
- 27 m² groß, Raum für etwa 15 Personen
- Denkmalschutz
- in der Liste der Baudenkmäler der Stadt Köln unter Nr. 214 geführt
- Besonderheit
- zwölf Trachyt-Steinkreuze aus dem 16. bis 18. Jahrhundert vom ehemaligen Friedhof St. Blasien
Geschichte
Der Friedhof wurde kurz nach dem Ersten Weltkrieg angelegt. Der Gemeinderat der damaligen Bürgermeisterei Rondorf kaufte das Grundstück an der damaligen Meschenicher Straße – der heutigen Trenkebergstraße – von den Witwen Rolsdorf und Leikert. Das zentral zwischen Eingang und Trauerhalle gelegene Kriegerehrenmal entstand um 1920, die Trauerhalle folgte in den 1950er Jahren.
In den 1960er Jahren erweiterte man das Gelände nach Süden. An den Seitenwänden der Trauerhalle und entlang der Friedhofsmauer stehen zwölf Steinkreuze aus Trachyt, die vom aufgegebenen Friedhof St. Blasien stammen und ins 16. bis 18. Jahrhundert datieren.
Historische Steinkreuze
Zu den ältesten Stücken aus dem Rodenkirchener Raum zählt ein rund 95 cm hohes Steinkreuz von 1540. Es trägt keinen Namen, zeigt aber den Umriss eines Wappenschilds mit einem Herzblatt-Relief. An der Friedhofsmauer hat sich außerdem gut erhalten das Kreuz des um 1730 verstorbenen „Endorfer Halffen" Mathias erhalten, kenntlich an einem Totenschädel über gekreuzten Knochen. Ebenfalls gut bewahrt ist das Grabkreuz der 1732 gestorbenen Gertrud Bley, eine Variante des sogenannten „Dreisättelkreuzes" mit einer Darstellung der schmerzhaften Gottesmutter.
Mahnmal und bekannte Gräber
Auf dem Hauptweg erhebt sich das Mahnmal für die Gefallenen der Weltkriege – ein Hochkreuz von 1920, dessen schweres Kreuz von zwei nach oben schmaler werdenden Basaltquadern getragen wird. Am selben Kreuz wird auch an Everhard Stolz (1888–1975), Ehrenbürger der Gemeinde Rodenkirchen, erinnert. Ganz in der Nähe liegen auf Feld 1 das Grab des Meschenicher Pfarrers Heinrich Fuchs (1931–1964) sowie die Grabstätte von Karl Kirchmann (gestorben 1943), typisch für ihre Zeit aus hellem belgischem Granit gearbeitet.
Grabmäler des 19. und 20. Jahrhunderts
Entlang des Hauptweges reihen sich zahlreiche freistehende Kreuzstelen, wie sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beliebt waren, darunter die Gräber von Franz Moos (um 1920) sowie der Familien Klemmer und Hufschlag (um 1915). Auf Feld 8 fallen mehrere eindrucksvolle Grabmäler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf: Das vollständig aus Muschelkalk gefertigte, von J. Bondian aus Brühl signierte Grabmal der Familie Leikert vom Alt-Engeldorfer Hof (Erstbestattung 1921) gilt als das einzige neoklassizistische Beispiel im Rodenkirchener Raum, mit zwei kannelierten Säulen und ionischen Kapitellen, die einen Dreiecksgiebel tragen.
Gegenüber steht auf der Grabstätte Langel (1830–1878) die Figur des auferstandenen Christus auf schwarzem Granitsockel – ein Bronzeguss von 1905, signiert mit L. Piedboeuf. Daneben liegt das Wandgrab der Familie Assenmacher, erstmals 1926 belegt, mit einem Kreuz aus Kunststein zwischen wellig modellierten Steinformen. Auf derselben Flur findet sich das Wandgrab der Familie Kelter (Margarethe Latz, gestorben 1954) mit einem rundbogigen Abschluss und einem Bronzerelief aus der Zeit um 1920.
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