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St. Maria in der Kupfergasse

Barocke Wallfahrtskirche in der Kölner Altstadt, die seit 1715 eine ältere Loretokapelle mit der verehrten Schwarzen Madonna umschließt.

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St. Maria in der Kupfergasse ist eine römisch-katholische Kirche in der Kölner Innenstadt, errichtet 1715. Sie zählt zu den wenigen barocken Kirchenbauten der Stadt und umschließt eine ältere Gnadenkapelle mit einem Marienbild, das als Schwarze Madonna verehrt wird.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Kirche, barock
Lage
Altstadt-Nord, Neven-DuMont-Straße/Ecke Schwalbengasse
Erbaut
1715 (Bauarbeiten ab 1705)
Besonderheit
Umschließt die Laurentinische bzw. Loretokapelle (1673–1675)
Gnadenbild
Schwarze Muttergottes, „Mutter der Barmherzigkeit“
Schutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Wusstest du?

Die barocke Außenkirche wurde ab 1705 buchstäblich um die bereits bestehende Loretokapelle herum gebaut – die kleine Kapelle steht heute noch als eigenständiger Einbau mitten im Kirchenschiff, sodass man eine Kirche in der Kirche betritt. Das Gnadenbild der Muttergottes erhielt seine dunkle Färbung übrigens nicht durch Alter, sondern durch die unzähligen Opferkerzen der Pilger.

Ursprung im Karmel

Im frühen 17. Jahrhundert verließen viele Katholiken die Niederlande wegen konfessioneller Auseinandersetzungen und suchten Zuflucht im katholischen Köln. In den 1630er-Jahren kamen Nonnen der Unbeschuhten Karmelitinnen aus Herzogenbusch und ließen sich am „Neuenahrer Hof“ an der Ecke Lang-, Schwalben- und Kupfergasse nieder. Aus diesem Hof entwickelten die Schwestern nach und nach eine Klosteranlage.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Kapelle und Gnadenbild

Neben einem kleinen Oratorium ließen die Karmelitinnen eine Kapelle nach dem Vorbild der Casa santa im italienischen Loreto errichten; angeregt hatte den Bau der Ratsherr und spätere Bürgermeister Johann Jakob Wissius. Die Kapelle erhielt ein aus Lindenholz geschnitztes Marienbild, wahrscheinlich das Werk eines niederländischen Meisters um 1630, und wurde am 8. September 1675 konsekriert. Pilger schmückten das Bild mit Schmuck und brachten zahllose Opferkerzen dar, wodurch die Figur im Lauf der Jahre eine dunkle Tönung annahm.

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Bau der Kirche

Die wachsende Zahl der Wallfahrer und zahlreiche Messstiftungen brachten dem Kloster Wohlstand, sodass ein größerer Kirchenbau erwogen wurde. Die Arbeiten begannen 1705; die Baugenehmigung kam erst durch das Eingreifen der Kaiserin Wilhelmine Amalie zustande. Der Plan sah vor, die bestehende Kapelle in die neue Kirche einzuschließen. Unter Bauleiter Flostorf dauerten die Arbeiten rund zehn Jahre bis zur Weihe 1715.

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Die Kapelle heute

Die Gnadenkapelle steht als eigenständiger Einbau zwischen den beiden Eingängen der umgebenden Kirche und bildet eine verkleinerte Nachbildung des „heiligen Hauses“ von Loreto. Die geschnitzten Holzarbeiten werden Johann Franz van Helmont und seinem Schüler Johann von Rick zugeschrieben. Neben und in der Kapelle tragen geschmiedete Gitter bis heute das Kölner Wappen der Stifterfamilie von Groote. Nach den Kriegszerstörungen blieben die Wandflächen ohne ihre frühere Täfelung. Das Dach der in das Kirchenschiff ragenden Kapelle dient heute als Orgelempore.

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Zeitstrahl

  1. um 1614
    Unbeschuhte Karmeliten kommen nach Köln
  2. 1620–1628
    Errichtung eines Klosters und einer Kirche auf dem Hofgelände „zum Dau"
  3. 1630er
    Karmelitinnen aus Herzogenbusch lassen sich am Neuenahrer Hof nieder
  4. 1673–1675
    Bau der Laurentinischen Kapelle (Loretokapelle) im Kloster
  5. 8. September 1675
    Konsekration der Gnadenkapelle zum Fest Mariä Geburt
  6. 1705
    Erste Baumaßnahmen für die neue Kirche beginnen
  7. 1709
    Glasarbeiten für den Kirchenneubau gestiftet
  8. 1715
    Erbauung und Weihe der Kirche St. Maria in der Kupfergasse

Galerie

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27