Christuskirche (Köln-Dellbrück)
Neobarocke evangelische Kirche von 1905 im Kölner Vorort Dellbrück, nach Plänen von Otto March errichtet.
Ihren Ausgangspunkt hat die Kirche in einer protestantischen Gemeinde, die mit der Industrialisierung in Dellbrück rasch wuchs.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- evangelische Kirche
- Lage
- rechtsrheinischer Kölner Vorort Dellbrück
- Baustil
- Neobarock
- Architekt
- Otto March aus Berlin
- Grundsteinlegung
- 24. April 1904
- Einweihung
- 18. Juni 1905
- Orgel
- 20 Register auf zwei Manualen und Pedal (1967)
- Glocken
- drei Glocken mit eigenen Namen und Inschriften
Geschichte
Um 1890 lebten in Dellbrück nur wenige Protestanten. Mit der Industrialisierung wuchs die Gemeinde, sodass die Gemeinde Mülheim im März 1903 den Kirchenbau beschloss. Den Bauplatz für Kirche und späteres Pfarrhaus stiftete der Industrielle und Rittergutsbesitzer Paul von Andreae. Die Grundsteinlegung erfolgte 1904, die Einweihung 1905 durch Generalsuperintendent Valentin Umbeck.
Kriegsschäden und Wiederaufbau
Beide Weltkriege trafen die Kirche: Zweimal wurden die Glocken eingeschmolzen. Im Mai 1944 deckte eine Luftmine das Dach nahezu vollständig ab, im April 1945 brachte Artilleriefeuer es teils zum Einsturz. Ab Dezember 1947 war der Bau wieder nutzbar. 1954 erklangen zum dritten Mal neue Glocken; 1956 folgte eine Innenrenovierung mit Versetzung der Kanzel. Zwischen 2000 und 2003 wurde der Innenraum neu gestaltet.
Chormusik
Die Kirchenmusik hat eine lange Tradition: Theodor Henniger prägte sie von 1927 bis 1955 im Geist barocker Kirchenmusik zwischen Schütz und Bach. Von 1970 bis 1990 wirkte Elke Mascha Blankenburg als Kantorin und gründete die Kölner Kurrende. Seit 1997 führt Mechthild Brand die Arbeit mit der Kantorei „Coro con spirito“ fort.
Orgel und Glocken
Die Orgel lieferte 1967 die Firma Orgelbau Willi Peter aus Köln-Mülheim; sie besitzt Schleifladen, mechanische Tontraktur sowie elektrische Koppeln und Registratur. Die drei Glocken tragen die Namen „Friedensglocke“, „Betglocke“ und „Taufglocke“, letztere von 1925. Ihre Inschriften nehmen unter anderem auf die Opfer der Weltkriege Bezug. Sie läuten zum Gottesdienst und zu den Tageszeiten.
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-30
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