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St. Cosmas und Damian (Köln-Weiler)

Pfarrkirche in Köln-Weiler, deren barocke Vorgängerin von 1766 erhalten blieb; die Orgel von 1910 erhielt 2007 ihre ursprüngliche Disposition zurück.

Indoor

Der Kölner Stadtteil Weiler besitzt zwei katholische Kirchen gleichen Namens: die jüngere Pfarrkirche St. Cosmas und Damian sowie die im alten Ortskern bewahrte Alt St. Cosmas und Damian.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Pfarrkirche
Lage
Köln-Weiler, Stadtbezirk Chorweiler
Neue Kirche
1925 an der Regenboldstraße vollendet
Alte Kirche
barocker Backsteinbau von 1766
Benannt nach
den Heiligen Cosmas und Damian
Schutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Orgel
1910 von E. F. Walcker & Cie. gefertigt
Wusstest du?

Die Orgel der katholischen Pfarrkirche Köln-Weiler stammt ursprünglich aus einer evangelischen Kirche in Leuscheid: 1910 von E. F. Walcker & Cie. für die dortigen Protestanten erbaut, wurde sie 1964 von der evangelischen an die katholische Gemeinde verkauft – und dabei gleich von romantisch auf barock umdisponiert.

Die alte Kirche

Unter Erzbischof Friedrich I. von Schwarzenburg kam die Weilerer Kirche als Stiftung der Brüder Regenbold und Wezelo an das Kölner Kunibertsstift, dem sie fortan angehörte. Den romanischen Vorgängerbau löste 1766 ein schlichter einschiffiger Backsteinbau mit vorgesetztem Westturm und halbrund geschlossenem Chor ab. Beim Kunibertsstift verblieb das Gebäude bis zur Säkularisation; die dazugehörige Pfarrei fiel der französischen Besetzung zum Opfer und entstand 1824 erneut.

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Die neue Pfarrkirche

Als die Gemeinde wuchs, brauchte es ein geräumigeres Gotteshaus, das südlich davon an der Regenboldstraße in neubarocken Formen errichtet und 1925 vollendet wurde. Schäden am Turm führten in den 1960er Jahren zu einem veränderten Wiederaufbau. Über dem Innenraum spannt sich eine flache Tonne, die Seitenschiffe schließen oben mit flachen Kassettendecken ab, und zum Chor hin endet der Raum in einer Halbkreisapsis.

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Die Orgel

Ursprünglich entstand das Instrument 1910 bei E. F. Walcker & Cie. für die Evangelische Kirche in Leuscheid, romantisch disponiert mit 16 Registern auf zwei Manualen und Pedal. 1964 kam es nach Köln-Weiler, wo man es barock umdisponierte. Die Firma Gebrüder Stockmann setzte die Disposition 2007 wieder auf den Stand von 1910, fügte ein Register hinzu und weihte die Orgel am Ostersonntag 2007 ein.

Renovierung

2006 erhielt der Kirchenraum eine Renovierung. In deren Verlauf entstand auch der Herz-Jesu-Altar neu, den Messingplatten der Bildhauerin Hildegard Domizlaff zieren; angebracht waren diese Platten zuvor am Hauptaltar.

Zeitstrahl

  1. 1766
    Romanischer Bau durch barocken einschiffigen Backsteinbau mit Westturm ersetzt
  2. 1824
    Pfarrei nach Aufhebung während der französischen Besetzung wiederhergestellt
  3. 1910
    Orgel von E. F. Walcker & Cie. für die Evangelische Kirche in Leuscheid erbaut
  4. 1925
    Neue Pfarrkirche an der Regenboldstraße in neubarocken Formen fertiggestellt
  5. 1960er
    Turm wegen Bauschäden vollständig verändert und wiederhergestellt
  6. 1964
    Orgel an die katholische Gemeinde Köln-Weiler verkauft und barock umdisponiert
  7. 2006
    Kirchenraum renoviert, Herz-Jesu-Altar wiederhergestellt
  8. 2007
    Orgel durch Gebrüder Stockmann restauriert, Disposition auf Stand 1910 zurückgeführt; Ostersonntag Neueinweihung

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27