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St. Clemens (Köln-Mülheim)

Frühere Schifferkirche am Rheinufer in Köln-Mülheim, hervorgegangen aus einer romanischen Saalkirche des 12./13. Jahrhunderts.

Indoor

In Mülheim auf der rechten Rheinseite steht mit St. Clemens eine einstige Schifferkirche. Ihren Ursprung hat das dicht am Ufer gelegene Haus in einem romanischen Saalbau, der im 12. und 13. Jahrhundert errichtet wurde.

Auf einen Blick

Art
Frühere Schifferkirche, römisch-katholisch
Lage
Am Rheinufer im Stadtteil Mülheim (Stadtbezirk Mülheim)
Ursprung
Romanischer Saalbau des 12./13. Jahrhunderts
Patron
Clemens von Rom
Architekt
Joachim Schürmann (Baustil der Moderne)
Schutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Heute
Teil der Kirchengemeinde St. Clemens und Mauritius
Wusstest du?

Obwohl Mülheim der benachbarten Gemeinde Buchheim auf nahezu allen Gebieten weit überlegen war, musste die dortige Kirchengemeinde jahrhundertelang der winzigen Buchheimer Pfarrei St. Mauritius unterstehen – und St. Clemens besaß dabei nicht einmal das Recht, eigene Beerdigungen abzuhalten.

Geschichte

Neuere Befunde verweisen für 1255 auf ein Gotteshaus an dieser Stelle, um das sich der frühe Ort Mülheim bildete. Eine erste schriftliche Nennung liegt für 1489 vor; das Dokument schreibt der Kirche bereits für 1382 den Rang einer Filialkapelle in Mülheim zu, die der alten Pfarrei St. Mauritius in Buchheim zugeordnet war. Immer wieder geriet Mülheim in die Auseinandersetzungen zwischen Köln und den Verbündeten des Erzbischofs. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts ging der Ort gänzlich in Flammen auf, woraufhin die Clemenskapelle erneuert wurde.

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Wechselnde Pfarrrechte

Über lange Zeit unterstand St. Clemens als Filiale der Buchheimer St.-Mauritius-Kirche. Als deren Bau zerstört war, stieg sie 1796 zur Pfarrkirche auf und versah von da an als einzige katholische Kirche Mülheims diesen Dienst. Der Bau der Liebfrauenkirche 1864 nahm ihr die Pfarrrechte wieder, sodass sie abermals den Rang einer Nebenkirche einnahm. Inzwischen bildet sie gemeinsam mit sieben anderen Kirchen die Kirchengemeinde St. Clemens und Mauritius, zu der die Stadtteile Mülheim, Buchheim und Buchforst zählen.

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Bauforschung

Bei einer Restaurierung 1939 kamen an den Obergaden des Mittelschiffs ein bis dahin verborgener Rundbogenfries sowie eine Lisenenteilung zum Vorschein. Diese Merkmale ließen den Schluss auf eine einschiffige Kirche mit drei Jochen zu, die spätestens um 1200 bestanden haben muss. Albert Verbeek hielt 1949 Beobachtungen in den Ruinen fest, die das hohe Alter der Anlage bestätigten.

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Zeitstrahl

  1. 1255
    Gotteshaus am heutigen Standort erstmals nachgewiesen (zur Zeit Graf Adolfs)
  2. 1275
    Adolf V. beginnt mit dem Bau einer festen Burg in Mülheim
  3. 1286
    Burg auf Verlangen Kölns nach Niederlage geschleift
  4. 1382
    St. Clemens urkundlich als Filialkapelle der Pfarrei St. Mauritius in Buchheim belegt
  5. 1489
    Erste Erwähnung der Kirche in einer Urkunde anlässlich einer Vikarienstiftung
  6. 1796
    Nach Zerstörung von St. Mauritius in Buchheim zur Pfarrkirche erhoben
  7. 1864
    Neubau der Liebfrauenkirche; St. Clemens verliert die Pfarrrechte erneut
  8. 1939
    Restaurierung legt verdeckten Rundbogenfries und Lisenenteilung (Romanik) frei

Galerie

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27