Heiligkreuzkapelle
Kleine Kölner Kapelle des 14. Jahrhunderts, deren Südwand auf der römischen Stadtmauer ruhte – 1818 abgebrochen.
Die Heiligkreuzkapelle war ein kleines Kölner Sakralgebäude, das 1344 erstmals erwähnt und 1818 niedergelegt wurde. Ihre Südwand ruhte auf der römischen Stadtmauer, die an dieser Stelle bis heute erhalten ist.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Kapelle, als Saalbau ausgewiesen
- Lage
- Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt; zwischen der Straße Burgmauer und der späteren Zeughausstraße
- Erste Erwähnung
- 1344
- Grundfläche
- etwa 8 × 10 m
- Benannt nach
- dem Wahren Kreuz
- Abbruch
- 1818
Die kleine Kapelle (nur 8 × 10 m) stand über 470 Jahre lang und wurde mehrfach vor dem Verfall gerettet – zuletzt durch ein Ratsprotokoll von 1612, das die Stifterfamilie Lyskirchen öffentlich zur Pflicht rief –, überstand sogar den Bau einer medizinischen Anatomie direkt nebenan (1715–1721), bevor sie 1818 schließlich doch abgerissen wurde.
Stiftung und Weihe
Errichtet wurde die Kapelle von Agnes, der Gattin des im Schöffenkollegium vertretenen Constantin von Lyskirchen. Ihr Altar war dem heiligen Kreuz geweiht. Erwähnt wurde sie erstmals im Schrein Airsbach, dem Bezirk der ansässigen Stifterfamilie Lyskirchen.
Lage und Bauweise
Das Gelände lag unterhalb der Klostermauer des Klarenkonventes am westlichen Ende eines Kirchhofes, der ergänzend zum Fremdenfriedhof der südlichen Vorstadt Oversburg eingerichtet worden war (lateinisch „auf dem Friedhof der Verbannten/Fremden“). Nach Arnold Mercators Stadtansicht handelte es sich um einen von der Größe her bescheidenen Saalbau. Die Südwand stützte sich auf die römische Stadtmauer. Über dem Satteldach saß ein kleiner Glockenturm.
Verfall und Erhalt
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts galt das Bauwerk als baufällig. 1562 ließ Bürgermeister Constantin von Lyskirchen es in Teilen erneuern und auch eine marode Wendeltreppe instand setzen, die zur Wohnung eines Priesters führte. Ein Ratsprotokoll von 1612 vermerkte erneut Verfall und Leerstand und forderte die Familie Lyskirchen als Erben der Stifter auf, ihrer Unterhaltungspflicht nachzukommen.
Das Ende der Kapelle
Beim Bau der zwischen 1715 und 1721 daneben errichteten Anatomie der medizinischen Fakultät war die Kapelle noch erhalten. 1818 wurde sie zusammen mit der Anatomie abgebrochen. Das frei gewordene Gelände diente 1833 dem Durchbruch der heutigen Straße Auf dem Berlich sowie der Errichtung eines Militärwagenhauses der preußischen Regierung.
Zeitstrahl
- 1344Erste urkundliche Erwähnung im Schrein Airsbach
- Mitte 16. Jh.Kapelle gilt als baufällig
- 1562Teilweise Erneuerung auf Veranlassung von Bürgermeister Constantin von Lyskirchen
- 1612Ratsprotokoll verzeichnet erneuten Verfall und Leerstand der Kapelle
- 1715–1721Bau der Anatomie der medizinischen Fakultät neben der Kapelle
- 1818Abbruch der Kapelle zusammen mit der Anatomie
- 1833Gelände dient dem Straßendurchbruch Auf dem Berlich und Bau eines Militärwagenhauses
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26





