Anuga
Gilt als weltgrößte Fachmesse der Ernährungswirtschaft: alle zwei Jahre in Köln, zehn Fachmessen unter einem Dach, ohne Publikumstage.
Ihre Wurzeln reichen bis 1919 zurück, seit 1951 findet die Anuga fest in Köln statt und richtet sich ausschließlich an Fachbesucher.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Fachmesse der Ernährungswirtschaft und Nahrungsmittelindustrie
- Name
- Allgemeine Nahrungs- und Genussmittel-Ausstellung
- Turnus
- alle zwei Jahre
- Ort
- Köln, Stadtteil Deutz
- Aufbau
- zehn Fachmessen unter einem Dach
- Größenordnung
- über 8.000 Aussteller aus 110 Ländern, über 140.000 Besuchende aus 190 Ländern
- Veranstalter
- Koelnmesse
1924 wurde die erste Kölner Anuga inmitten der britischen Rheinland-Besatzung zu einer nationalen Demonstration – eine Festschrift feierte sie damals als „gute deutsche Tat“.
Fachmesse ohne Publikumstage
Die Anuga versteht sich als Handelsplatz für Hersteller, Importeure, Großhändler und Entscheidungsträger der Branche und richtet sich an Handel, Gastronomie, Außer-Haus-Markt sowie den Onlinehandel. Der Veranstalter gibt einen Auslandsanteil von 94 Prozent unter den Ausstellern an. Publikumstage gibt es nicht.
Die zehn Fachmessen
Das Angebot ist in zehn Fachmessen mit jeweils eigenen Schwerpunkten gegliedert: Anuga Fine Food (Feinkost und Grundnahrungsmittel), Anuga Drinks (Getränke), Anuga Chilled & Fresh Food (frische Produkte, Fisch, Obst und Gemüse), Anuga Meat (Fleisch, Wurst, Wild und Geflügel), Anuga Frozen Food (Tiefkühlkost und Speiseeis), Anuga Dairy (Milch und Molkereiprodukte), Anuga Bread & Bakery (Brot und Backwaren), Anuga Organic (Bioprodukte), Anuga Hot Beverages (Tee, Kaffee und Kakao) sowie Anuga Alternatives (alternative Proteine). Diese Gliederung soll das Profil jeder Fachmesse schärfen und zugleich Synergien ermöglichen.
Die Anfänge
Die Reihe begann 1919 in Stuttgart im Rahmen des 12. Verbandstages des Reichsverbandes deutscher Feinkostkaufleute; an dieser Musterschau beteiligten sich rund 200 deutsche Firmen. Anschließend war sie als jährliche Wanderausstellung angelegt und gastierte unter anderem in München, Hannover, Berlin und Magdeburg. Vom 17. bis 24. August 1924 kam sie erstmals nach Köln, mit 360 Ausstellern auf etwa 10.000 Quadratmetern und rund 40.000 Besuchern. Damals war das Rheinland wirtschaftlich vom übrigen Reichsgebiet abgetrennt, und die Anuga wurde zu einer nationalen Demonstration gegen die britische Besatzung.
Neubeginn ab 1951
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anuga 1951 erneut in Köln veranstaltet, vom 6. bis 14. Oktober. Über 1200 Aussteller aus 34 Ländern belegten eine Hallenfläche von 52.000 Quadratmetern, gezählt wurden rund 250.000 Besucher. Verbandspräsident Adolph C. Nickelsen begründete die Standortwahl damit, einer der vom Krieg am schwersten getroffenen Städte durch das Leben einer Ausstellung neue Kraft für den Wiederaufbau zu verleihen. Danach wurde der zweijährige Turnus in Köln festgelegt; 1953 stieg die Besucherzahl auf etwa 262.000, und erstmals nahmen mehr ausländische als deutsche Aussteller teil.
Zeitstrahl
- 1919Erste Anuga in Stuttgart als Musterschau mit rund 200 deutschen Firmen.
- 1920Anuga findet als Wanderausstellung in München statt.
- 1921Anuga findet in Hannover statt.
- 1922Anuga findet in Berlin statt.
- 1923Anuga findet in Magdeburg statt.
- 1924Erste Anuga in Köln (17.–24. August) mit 360 Ausstellern und rund 40.000 Besuchern.
- 1951Erste Anuga nach dem Zweiten Weltkrieg in Köln (6.–14. Oktober) mit über 1200 Ausstellern.
- 1953Anuga mit erstmals mehr ausländischen als deutschen Ausstellern, rund 262.000 Besucher.
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-23
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