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© Gräfingholt, Detlef · CC BY-SA 3.0 de

Anuga

Gilt als weltgrößte Fachmesse der Ernährungswirtschaft: alle zwei Jahre in Köln, zehn Fachmessen unter einem Dach, ohne Publikumstage.

Ihre Wurzeln reichen bis 1919 zurück, seit 1951 findet die Anuga fest in Köln statt und richtet sich ausschließlich an Fachbesucher.

Auf einen Blick

Art
Fachmesse der Ernährungswirtschaft und Nahrungsmittelindustrie
Name
Allgemeine Nahrungs- und Genussmittel-Ausstellung
Turnus
alle zwei Jahre
Ort
Köln, Stadtteil Deutz
Aufbau
zehn Fachmessen unter einem Dach
Größenordnung
über 8.000 Aussteller aus 110 Ländern, über 140.000 Besuchende aus 190 Ländern
Veranstalter
Koelnmesse
Wusstest du?

1924 wurde die erste Kölner Anuga inmitten der britischen Rheinland-Besatzung zu einer nationalen Demonstration – eine Festschrift feierte sie damals als „gute deutsche Tat“.

Fachmesse ohne Publikumstage

Die Anuga versteht sich als Handelsplatz für Hersteller, Importeure, Großhändler und Entscheidungsträger der Branche und richtet sich an Handel, Gastronomie, Außer-Haus-Markt sowie den Onlinehandel. Der Veranstalter gibt einen Auslandsanteil von 94 Prozent unter den Ausstellern an. Publikumstage gibt es nicht.

© Detlef Gräfingholt · CC BY-SA 3.0 de

Die zehn Fachmessen

Das Angebot ist in zehn Fachmessen mit jeweils eigenen Schwerpunkten gegliedert: Anuga Fine Food (Feinkost und Grundnahrungsmittel), Anuga Drinks (Getränke), Anuga Chilled & Fresh Food (frische Produkte, Fisch, Obst und Gemüse), Anuga Meat (Fleisch, Wurst, Wild und Geflügel), Anuga Frozen Food (Tiefkühlkost und Speiseeis), Anuga Dairy (Milch und Molkereiprodukte), Anuga Bread & Bakery (Brot und Backwaren), Anuga Organic (Bioprodukte), Anuga Hot Beverages (Tee, Kaffee und Kakao) sowie Anuga Alternatives (alternative Proteine). Diese Gliederung soll das Profil jeder Fachmesse schärfen und zugleich Synergien ermöglichen.

© Detlef Gräfingholt · CC BY-SA 3.0 de

Die Anfänge

Die Reihe begann 1919 in Stuttgart im Rahmen des 12. Verbandstages des Reichsverbandes deutscher Feinkostkaufleute; an dieser Musterschau beteiligten sich rund 200 deutsche Firmen. Anschließend war sie als jährliche Wanderausstellung angelegt und gastierte unter anderem in München, Hannover, Berlin und Magdeburg. Vom 17. bis 24. August 1924 kam sie erstmals nach Köln, mit 360 Ausstellern auf etwa 10.000 Quadratmetern und rund 40.000 Besuchern. Damals war das Rheinland wirtschaftlich vom übrigen Reichsgebiet abgetrennt, und die Anuga wurde zu einer nationalen Demonstration gegen die britische Besatzung.

© Detlef Gräfingholt · CC BY-SA 3.0 de

Neubeginn ab 1951

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anuga 1951 erneut in Köln veranstaltet, vom 6. bis 14. Oktober. Über 1200 Aussteller aus 34 Ländern belegten eine Hallenfläche von 52.000 Quadratmetern, gezählt wurden rund 250.000 Besucher. Verbandspräsident Adolph C. Nickelsen begründete die Standortwahl damit, einer der vom Krieg am schwersten getroffenen Städte durch das Leben einer Ausstellung neue Kraft für den Wiederaufbau zu verleihen. Danach wurde der zweijährige Turnus in Köln festgelegt; 1953 stieg die Besucherzahl auf etwa 262.000, und erstmals nahmen mehr ausländische als deutsche Aussteller teil.

© Detlef Gräfingholt · CC BY-SA 3.0 de

Zeitstrahl

  1. 1919
    Erste Anuga in Stuttgart als Musterschau mit rund 200 deutschen Firmen.
  2. 1920
    Anuga findet als Wanderausstellung in München statt.
  3. 1921
    Anuga findet in Hannover statt.
  4. 1922
    Anuga findet in Berlin statt.
  5. 1923
    Anuga findet in Magdeburg statt.
  6. 1924
    Erste Anuga in Köln (17.–24. August) mit 360 Ausstellern und rund 40.000 Besuchern.
  7. 1951
    Erste Anuga nach dem Zweiten Weltkrieg in Köln (6.–14. Oktober) mit über 1200 Ausstellern.
  8. 1953
    Anuga mit erstmals mehr ausländischen als deutschen Ausstellern, rund 262.000 Besucher.

Galerie

© Detlef Gräfingholt · CC BY-SA 3.0 de · Commons
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-23

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