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© Chris06 · CC BY-SA 4.0

St. Severin (Lövenich)

Romanische Pfeilerbasilika im Kölner Stadtteil Lövenich, deren Ursprung ins 12. Jahrhundert reicht und die nach Severin von Köln benannt ist.

Indoor

Die römisch-katholische Kirche St. Severin im Kölner Stadtteil Lövenich ist nach Severin von Köln benannt. Ihr romanischer Kern ist heute kaum noch zu erkennen, weil das Gebäude im 19. Jahrhundert stark umgestaltet wurde.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Pfeilerbasilika
Lage
Köln-Lövenich, Stadtbezirk Lindenthal
Baustil
Romanische Architektur
Datierung
Kern ins 12. Jahrhundert
Benannt nach
Severin von Köln
Schutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Wusstest du?

Das Patronat der Kirche lag ab 1361 beim Johanniterorden – einem mittelalterlichen Ritterorden, der ursprünglich Kreuzfahrer in Jerusalem pflegte und schützte – und blieb in dessen Besitz bis zur Säkularisation, also gut 450 Jahre lang.

Geschichte

Eine auf 1028 datierte Urkunde des Pfalzgrafen Ezzo nennt bereits eine Kirche in Lövenich; bei diesem Dokument könnte es sich jedoch um eine Fälschung des Brauweiler Konvents aus dem 12. Jahrhundert handeln. Kunsthistorisch wird St. Severin ins 12. Jahrhundert eingeordnet, womit zu dieser Zeit in Lövenich eine Kirche bestand. Um 1300 ist sie im liber valoris verzeichnet. 1361 übertrug Erzbischof Wilhelm von Gennep das Patronat der Kommende des Johanniterordens St. Johann und Cordula in Köln, bei der es bis zur Säkularisation verblieb.

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Bau und Umgestaltung

Ursprünglich war St. Severin eine flachgedeckte, dreischiffige romanische Pfeilerbasilika. 1765 beschädigte ein Brand das Gebäude schwer. Bei der Restaurierung und Erweiterung 1858 verlängerte man die Seitenschiffe nach Osten und trug die Apsiden ab. Das frühere gewölbte Chorjoch wurde mit offenem Dachstuhl zu einem weiteren Langhausjoch umgestaltet, an das sich ein neoromanischer Chor anschließt. Zugleich wurde das alte Tuffsteinmauerwerk außen großteils durch Backstein ersetzt, weshalb der ursprüngliche Bestand an der heute verputzten Kirche kaum noch zu erkennen ist.

Ausstattung

1996 baute die Bonner Orgelbaufirma Klais eine Orgel mit 16 Registern und mechanischer Spiel- und Registertraktur ein. Das fünfstimmige Geläut wurde 1959 in der Glockengießerei Mabilon in Saarburg gegossen.

Zeitstrahl

  1. 1028
    Kirche in Lövenich erstmals urkundlich erwähnt (mögl. Fälschung)
  2. 12. Jh.
    Bau der romanischen Pfeilerbasilika St. Severin
  3. um 1300
    Erwähnung im Liber valoris
  4. 1361
    Erzbischof Wilhelm von Gennep überträgt Patronat an Johanniterorden
  5. 1765
    Schwere Beschädigung der Kirche durch Brand
  6. 1858
    Restaurierung und Erweiterung; Umbau zur neoromanischen Anlage
  7. 1959
    Guss des fünfstimmigen Geläuts in der Glockengießerei Mabilon Saarburg
  8. 1996
    Einbau einer neuen Orgel der Firma Klais (Bonn), 16 Register

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27