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St. Maria im Pesch

Längst abgerissene Pfarrkirche der Dombediensteten nördlich des Kölner Doms — ihre Grablegungsgruppe steht heute im Dom.

St. Maria im Pesch gehörte zu den katholischen Kirchen Kölns und erhob sich nördlich des Doms, an der Stelle des heutigen Dom-Atriums. Den Gläubigen unter den Dombediensteten diente sie als Pfarrkirche.

Auf einen Blick

Art
ehemalige katholische Pfarrkirche
Lage
Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt; nördlich des Kölner Doms
Erste Erwähnung
1148
Neubau
vor 1508
Abbruch
1843
Benannt nach
Maria
Erhaltenes Stück
spätgotische Grablegungsgruppe (um 1500), heute im Dom
Wusstest du?

Der Kirchenneubau von St. Maria im Pesch (vor 1508) wurde bewusst auf den Fundamenten der nördlichen Querschifffassade des Kölner Doms errichtet – ein Hinweis für Kunsthistoriker, dass damals an dieser Stelle auf lange Sicht kein Weiterbau des Doms geplant war.

Name und Ursprung

Der Zusatz „im Pesch“ leitet sich vom lateinischen „pasculum“ ab, das „Wiese“ oder „Friedhof“ bedeutet. Anfangs befand sich die Marienkapelle am südwestlichen Kreuzschiff des Doms; 1148 wird sie zum ersten Mal als „Sancta Maria in pasculo“ genannt. Domvikar Heinrich von Blanckenberg bedachte sie 1302 mit einem Altar.

Standort am unvollendeten Dom

Der Neubau vor 1508 erhob sich über den Fundamenten der nördlichen Querschifffassade samt dem unfertigen Ostportal des seinerzeit noch unvollendeten Doms. Aus diesem gewählten Bauplatz folgern Kunsthistoriker, dass für diesen Abschnitt langfristig kein Weiterbau des Doms vorgesehen war.

Vom Pfarrsprengel zum Abbruch

Der Pfarrsprengel, der einst zur Kirche zählte, ging 1801 in den Pfarrbezirk des Kölner Doms über. Den Abbruch der Kirche besiegelte das Jahr 1843.

Erhaltene Ausstattung

Von der einstigen Ausstattung blieb eine spätgotische Grablegungsgruppe aus bemaltem Sandstein erhalten, entstanden um 1500. Unter einem neugotischen Baldachin findet sie sich heute in der nördlichen Turmhalle des Doms wieder, wo sie die 14. Station des Kreuzwegs markiert.

Zeitstrahl

  1. 1148
    Erste urkundliche Erwähnung als Sancta Maria in pasculo
  2. 1302
    Altarstiftung durch Domvikar Heinrich von Blanckenberg
  3. vor 1508
    Kirchenneubau auf Fundamenten der nördlichen Querschifffassade des Doms
  4. um 1500
    Spätgotische Grablegungsgruppe aus bemaltem Sandstein geschaffen
  5. 1801
    Pfarrsprengel zum Pfarrbezirk des Kölner Doms erklärt
  6. 1843
    Abbruch der Kirche St. Maria im Pesch

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27