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St.-Johannes-Kirche (Deutz)

Evangelische Kirche von 1861 in Köln-Deutz mit achteckigem Turm; nach dem Brand von 1942 schrittweise wiederhergestellt.

Indoor

Im Kölner Stadtteil Deutz steht die evangelische St.-Johannes-Kirche. Zusammen mit einem zweiten Bau bildet sie die Gebäude der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll.

Auf einen Blick

Art
Evangelische Kirche
Lage
Köln-Deutz, Stadtbezirk Innenstadt, an der Tempelstraße
Einweihung
Reformationstag 1861 (Baubeginn 1859)
Architekt
Eduard Kramer (nach einem Entwurf von Robert Ferdinand Cremer)
Stil
Klassizistische und neuromanische Formen
Ausstattung
Orgel von 1963 mit Positiv, vier Glocken
Schutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Wusstest du?

Die Kirche brannte im Zweiten Weltkrieg in der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni 1942 vollständig aus – und der Wiederaufbau zog sich danach fast drei Jahrzehnte hin: Der Turm wurde erst 1970, also 28 Jahre nach dem Brand, in seiner ursprünglichen Höhe wiederhergestellt.

Geschichte

Um die Jahrhundertmitte des 19. Jahrhunderts blieb den Protestanten östlich des Rheins, also gegenüber von Köln, einzig die Mülheimer Friedenskirche. Daraus reifte der Gedanke, im seinerzeit eigenständigen Deutz ein eigenes Gotteshaus zu errichten. Während des Zweiten Weltkriegs fiel das Gebäude in der Nacht zum 1. Juni 1942 einem Brand zum Opfer und brannte gänzlich aus; ein Jahr später richtete eine Sprengbombe weitere Zerstörungen an. Die Instandsetzung verteilte sich über mehrere Jahre: Die geschwungene Orgelempore folgte 1952, die Orgel 1963, und 1970 wuchs der Turm wieder auf seine alte Höhe.

Architektur

Anfangs erhob sich der Bau für sich allein; als die Einwohnerzahl stieg, fügte er sich in die Bebauung der Tempelstraße ein. Über dem dreiteiligen Westriegel erheben sich der achtseitige Turm sowie das Portal. Kramer verband bei der Ausführung klassizistische mit neuromanischen Formen und folgte dabei den Vorbildern Friedrich August Stülers und Ernst Friedrich Zwirners sowie dem Eisenacher Regulativ.

Orgel und Glocken

Gefertigt wurde die Orgel 1963 von der im nahen Mülheim ansässigen Kölner Werkstatt Willi Peter. Über mechanische Traktur verfügen ihre 27 Register, zwei Manuale und das Pedal. Hinzu kam ein 1973 von der Firma Gebr. Oberlinger gebautes Positiv. Beide Instrumente überholte 2003 die Berliner Werkstatt Karl Schuke. Das Geläut zählt vier Glocken aus der Glocken- und Kunstgießerei Rincker.

Zeitstrahl

  1. 1859
    Baubeginn der St.-Johannes-Kirche in Deutz
  2. 1861
    Einweihung am Reformationstag
  3. 1942
    Kirche brennt in der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni vollständig aus
  4. 1943
    Sprengbombe verursacht weitere Schäden
  5. 1952
    Einbau der geschwungenen Orgelempore
  6. 1963
    Orgel aus der Werkstatt Willi Peter eingebaut
  7. 1970
    Turm in ursprünglicher Höhe wiederhergestellt
  8. 2003
    Orgel und Positiv von Karl Schuke generalüberholt

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27