MediaPark
Autofreier Medien-Gewerbepark auf einem früheren Güterbahnhof – halbkreisförmig um einen Platz mit künstlichem See, überragt vom Kölnturm.
Der MediaPark ist ein überwiegend für Medienunternehmen geplanter Gewerbepark in der Kölner Neustadt-Nord. Er entstand auf dem Gelände eines früheren Güterbahnhofs und wurde zwischen 1987 und 2004 errichtet.
Auf einen Blick
- Art
- Gewerbepark für Medienunternehmen, mit Wohnungen, Kino, Klinik und Hotel
- Stadtteil
- Neustadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
- Areal
- rund 200.000 m², davon 14,5 ha Freiflächen
- Bauzeit
- 1987 begonnen, 2004 fertiggestellt
- Anordnung
- halbkreisförmig um einen zentralen Platz mit künstlichem See
- Merkmal
- oberirdisch autofrei; Akzent durch den 148,5 m hohen Kölnturm
Der Entwurf des MediaParks wurde von dem deutsch-kanadischen Architekten Eberhard Zeidler aus Toronto inspiriert durch die mittelalterliche Piazza del Campo in Siena – das halbkreisförmige Ensemble mit zentralem Platz und künstlichem See ist bewusst als moderne Neuinterpretation dieses berühmten italienischen Stadtplatzes konzipiert.
Vom Güterbahnhof zum Medienstandort
Auf dem Gelände lag der 1860 in Betrieb genommene „Central-Güterbahnhof Gereon“, über ein Jahrhundert lang der zentrale Güterbahnhof Kölns. Die Stadt übernahm das Areal 1987, legte es still und nahm es 1990 außer Betrieb. Im Dezember 1985 fiel im Rahmen des städtischen Medienkonzepts die Entscheidung, hier einen Gewerbepark für Medienunternehmen anzulegen; den Beschluss zur Errichtung fasste der Rat 1986.
Planung und Bebauung
Den Ideenwettbewerb gewann 1988 der deutsch-kanadische Architekt Eberhard Zeidler aus Toronto, der sich von der Piazza del Campo in Siena anregen ließ. Das Gelände wurde in 13 Grundstücke aufgeteilt und ab 1989 an Investoren veräußert, wobei jedes einzelne Bauwerk von einem eigenen Architekten gestaltet wurde. Nutzungsänderungen und finanzielle Schwierigkeiten einzelner Investoren führten zu Bauverzögerungen, sodass die Gebäude über einen längeren Zeitraum hinweg entstanden.
Gebäude und Gestaltung
Die siebenstöckigen Bauten sind halbkreisförmig um einen zentralen Platz mit künstlichem See angeordnet. Der Komplex ist oberirdisch autofrei und über Fußgängerwege verbunden; Lieferverkehr und Zufahrt laufen über eine unterirdische Ringstraße. Den vom Pariser Architekten Jean Nouvel entworfenen Kölnturm weihte man 2001 ein; seine Fassade spiegelt das Kölner Stadtpanorama mit Dom. Das 2003 errichtete „Forum“ des niederländischen Architekten Herman Hertzberger ist mit 34.000 m² Bürofläche das größte der sechs den Platz flankierenden Gebäude und schloss die letzte Baulücke.
Heute
Neben Büro- und Gewerbeflächen umfasst der MediaPark unter anderem das 1991 eröffnete Multiplex-Kino Cinedom, eine 1993 fertiggestellte „Wohnschlange“ mit 250 Wohnungen, eine Klinik sowie ein Hotel. Der zentrale Platz dient als öffentlicher Treffpunkt und Veranstaltungsort.
Zeitstrahl
- 1860Central-Güterbahnhof Gereon geht in Betrieb
- 1986Stadtrat Köln beschließt Errichtung des MediaParks
- 1987Stadt übernimmt Bahnhofsgelände; Ideenwettbewerb ausgeschrieben
- 1988Grundsteinlegung Cinedom; Entwicklungsgesellschaft mbH gegründet
- 1991Cinedom eröffnet als erstes Medienunternehmen im MediaPark
- 1993'Wohnschlange' mit 250 Wohnungen fertiggestellt
- 2001Kölnturm (Architekt Jean Nouvel) eingeweiht
- 2003'Forum' (Herman Hertzberger) schließt letzte Baulücke
Galerie
Karte
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Adresse
Im Mediapark 7
50670 Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizieller Instagram-Account (@mediaparkkoeln)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 259030172)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26





