Das Rheinische Grundgesetz
Elf rheinische Lebensregeln in Mundart, die Konrad Beikircher 2001 als „Rheinisches Grundgesetz“ zusammenstellte und veröffentlichte.
Das Rheinische Grundgesetz bündelt elf mundartliche Redensarten aus dem Rheinland zu „Artikeln“ und gab dem 2001 erschienenen Buch von Konrad Beikircher seinen Titel.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Form
- als „Artikel“ formulierte Lebensregeln
- Anderer Name
- „et kölsche Jrundjesetz“
- Zusammengestellt von
- Konrad Beikircher
- Veröffentlicht
- 2001 im Buch „Et kütt wie et kütt – Das Rheinische Grundgesetz“
- Ursprüngliche Urheber
- unbekannt
Die elf Grundsätze des Rheinischen Grundgesetzes wurden erst 2001 von Konrad Beikircher veröffentlicht, doch ihre Wurzeln reichen bis 1533 zurück: Bereits damals beschrieb Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim das rheinische Lebensmotto mit den Worten, Kölner Beschlüsse seien sprichwörtlich für vorschnelle, narrische Anschläge.
Das kannst du hier erleben
- Die elf „Artikel“ auf Kölsch laut vorlesen und mitschmunzeln
- Den Lieblingsspruch wie „Et kütt wie et kütt“ auswendig lernen
- Die rheinische Lebensweisheit mit dem eigenen Alltag vergleichen
- Die Mundart-Redensarten gemeinsam entschlüsseln und übersetzen
Herkunft
Wer die elf Grundsätze formulierte und wann sie entstanden, ist nicht überliefert. Über die elf Artikel hinaus führen manche Autoren weitere Ergänzungen an.
Historischer Bezug
Schon 1533 hielt Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim fest, dass man bei einem närrischen, übereilten Vorhaben sprichwörtlich von einem „Cölnisch gebott“ oder einem „Cölnischer Rahtschlag“ gesprochen habe.
Zeitstrahl
- 1533Agrippa von Nettesheim zitiert ein rheinisches Sprichwort als „Cölnisch gebott"
- 2001Konrad Beikircher veröffentlicht "Et kütt wie et kütt – Das Rheinische Grundgesetz"
Die elf Artikel
„Es ist, wie es ist.“ — Nimm die Lage an, wie sie ist — Hadern bringt nichts.
„Es kommt, wie es kommt.“ — Hab keine Angst vor der Zukunft, der Lauf der Dinge lässt sich nicht aufhalten.
„Es ist bisher noch immer gut gegangen.“ — Was gestern funktioniert hat, wird auch morgen gut gehen.
„Was fort ist, ist fort.“ — Traure Verlorenem nicht hinterher.
„Es bleibt nichts, wie es war.“ — Sei offen für Neues.
„Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit.“ — Bleib kritisch, wenn das Neue überhandnimmt.
„Was willst du machen?“ — Manches lässt sich nicht ändern — also reg dich nicht auf.
„Mach es gut, aber nicht zu oft.“ — Qualität vor Quantität.
„Was soll das sinnlose Gerede?“ — Hinterfrag, ob etwas wirklich nötig ist, bevor du Zeit darauf verwendest.
„Trinkst du einen mit?“ — Sei gastfreundlich.
„Da lachst du dich kaputt.“ — Nimm dich selbst und die Welt nicht zu ernst.
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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