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© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Thomaskirche

Evangelische Kirche im Agnesviertel mit achteckigem Kirchraum und Deckenpyramide – soll im Herbst 2026 entwidmet und abgerissen werden.

Indoor

Die Thomaskirche ist eine evangelische Kirche der Evangelischen Gemeinde Köln im Agnesviertel am nördlichen Rand der Innenstadt. Sie ging aus einem Gemeindezentrum hervor und versteht sich heute als Treffpunkt für mehrere Generationen.

Auf einen Blick

Art
Evangelische Kirche der Evangelischen Gemeinde Köln
Lage
Agnesviertel, Stadtteil Neustadt/Nord, Stadtbezirk Innenstadt
Architekt
Ludwig Groth
Baustil
Moderne
Benannt nach
Thomas
Kirchsaal eingeweiht
10. Mai 1987
Schwerpunkt
Kinder- und Jugendarbeit, ehrenamtlich getragen
Geplante Entwidmung
Herbst 2026
Wusstest du?

Die Thomaskirche bekam erst 1987 überhaupt einen Kirchsaal – rund 19 Jahre nachdem das Gemeindezentrum 1968 eröffnet worden war, weshalb auch der Name „Thomaskirche" sich erst nachträglich offiziell durchsetzte; zuvor waren unter anderem „Anne-Frank-Haus" und „Dr.-Martin-Luther-King-Haus" als Namen im Gespräch.

Geschichte

Überlegungen für ein Gemeindezentrum im nördlichsten Pfarrbezirk reichen in die 1950er Jahre zurück. 1963 beschloss die Evangelische Gemeinde Köln die Gründung eines „Gemeindezentrums Lentstraße“, das am 29. November 1968 mit Gemeinderäumen sowie Wohnungen für Pfarrschwestern und Küster eröffnet wurde. 1976 erhielt es den Namen „Thomashaus“. In einer zweiten Bauphase kam ein Kirchsaal hinzu, der 1987 eingeweiht wurde; mit der Zeit setzte sich die Bezeichnung „Thomaskirche“ auch offiziell durch.

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Architektur

Den Kirchbau entwarf Ludwig Groth in Skelettbauweise. Der Kirchraum hat einen achteckigen Grundriss (Oktogon), über dem eine pyramidenförmige Decke sitzt.

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Orgel

Zur Eröffnung 1968 stand zunächst nur ein kleines Orgelpositiv zur Verfügung. Eine größere Orgel der Firma Willi Peter wurde 1981 eingeweiht, später in den neuen Kirchraum umgesetzt und 2007 an die Auferstehungskirche in Wolnzach abgegeben. Seit Oktober 2007 steht eine aus der Kölner Kreuzkirche übernommene Orgel mit 15 Registern auf zwei Manualen und Pedal in der Kirche; sie ist nach sächsischen Vorbildern, insbesondere denen Gottfried Silbermanns, gebaut.

Heute und Zukunft

Die Thomaskirche wird in großem Umfang von ehrenamtlicher Arbeit getragen und legt einen Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendarbeit. Wegen des Mitgliederschwunds soll sie im Herbst 2026 gemeinsam mit der Lutherkirche entwidmet und anschließend abgerissen werden.

Zeitstrahl

  1. 1950er
    Erste Überlegungen zur Errichtung eines Gemeindezentrums
  2. 1963
    Beschluss zur Gründung des „Gemeindezentrums Lentstraße"
  3. 1968
    Eröffnung des Gemeindezentrums am 29. November
  4. 1976
    Name „Thomashaus" offiziell angenommen (23. Juni)
  5. 1981
    Einweihung der Orgel (Willi Peter) am 19. Juli
  6. 1987
    Kirchsaal eingeweiht am 10. Mai; Orgel letztmals gespielt am 8. März
  7. 2007
    Alte Orgel nach Wolnzach transferiert; neue Orgel (Rühle) aufgebaut
  8. Herbst 2026
    Geplante Entwidmung und Abriss der Thomaskirche

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27