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Pfarrkirche Christi Auferstehung

Alt-katholische Gemeindekirche in der Kölner Südstadt — ihre frühere Silhouette zeichnet heute ein roter Stahlrahmen am Neubau nach.

Indoor

Die Pfarrkirche Christi Auferstehung ist die Kölner Kirche des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland. Sie liegt in der Südstadt im Stadtbezirk Innenstadt; die Gemeinde zählt heute knapp über 600 Mitglieder.

Auf einen Blick

Art
Alt-katholische Pfarrkirche, Dekanat Nordrhein-Westfalen
Lage
Südstadt, Stadtbezirk Innenstadt
Gemeinde
ab etwa 1872 gebildet, im Oktober 1874 staatlich anerkannt
Vorgängerbau
Auferstehungskirche von 1906/07, im Krieg zerstört
Neubau
1991–1993 nach Entwurf von František Sedláček
Denkmalschutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Wusstest du?

Das 1991–1993 errichtete Bürogebäude, das die zerstörte Kirche ersetzte, zeigt per Auflage der Denkmalbehörde die ursprünglichen Umrisse des alten Kirchenbaus im Maßstab 1:1 nach – ein knallroter Stahlrahmen lässt die Silhouette des historischen Gotteshauses durch das Spiegelglas hindurchscheinen.

Geschichte

Die Gemeinde bildete sich ab etwa 1872 und wurde im Oktober 1874 staatlich anerkannt. Zunächst nutzte sie die ehemalige Kölner Ratskapelle St. Maria in Jerusalem, die für die wachsende Gemeinde jedoch nicht ausreichte. Eine weitere Kirche bestand im heutigen Köln-Mülheim.

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Die frühere Auferstehungskirche

Von Mai 1906 bis Oktober 1907 entstand an der Ecke Jülicher Straße/Moltkestraße ein eigenständiger Kirchenbau, der am 17. November 1907 konsekriert wurde; Architekt war der Kölner Peter Recht. Der Bau ordnete sich in die Sakralbauten an den Kölner Ringen ein, mit Querschiff, Vierungskuppel und zwei Fensterrosen. Die Kanzel stiftete Carl Stollwerck, die Bleiverglasung spendete der Unternehmer Franz Clouth. 1944 zerstörten zwei Bombenangriffe die Kirche bis auf den Turm.

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Wiederaufbau und heutige Nutzung

Von 1953 bis 1992 diente ein schlichterer Bau des Bonner Architekten Helmut Kröger als Kirche; der Turm wurde 1989/90 saniert. Für einen vollständigen Wiederaufbau fehlten die Mittel, und für die geschrumpfte Gemeinde wäre er zu groß gewesen. Das Eckgrundstück wurde verkauft und mit einem Bürogebäude bebaut. Auf Auflage der Denkmalbehörde lässt der spiegelverglaste Neubau von František Sedláček die ursprünglichen Umrisse erkennen: Ein roter Stahlrahmen zeichnet im Maßstab 1:1 die frühere Silhouette nach. Die Gemeinde feiert ihre Gottesdienste seit dem 22. Mai 1993 unter einer Glaspyramide; der Eingang liegt im Torbogen zum ehemaligen Pfarrgarten.

Kunst

Im Altarraum steht eine mehrteilige Bronzeskulptur des Kölner Bildhauers Franz Josef Lipensky mit dem am Kreuz thronenden Christus, den vier Evangelisten und dem brennenden Dornbusch aus Glaselementen. Von Lipensky stammen auch die Tabernakelfront mit Abendmahlsszene und eine Skulptur am Ambo. Im Foyer hängen hinterleuchtete Glasfenster aus der Notkirche der Nachkriegszeit.

Zeitstrahl

  1. um 1872
    Gründung der alt-katholischen Gemeinde in Köln
  2. Oktober 1874
    Staatliche Anerkennung der Gemeinde
  3. Mai 1906 – Oktober 1907
    Bau der Auferstehungskirche in der Jülicher Straße (Architekt Peter Recht)
  4. 17. November 1907
    Konsekration der Auferstehungskirche
  5. 1944
    Weitgehende Zerstörung der Kirche durch zwei Bombenangriffe
  6. 1953
    Einzug in Nachkriegs-Notkirche auf dem Gelände (Architekt Helmut Kröger)
  7. 1989/90
    Grundlegende Sanierung des erhaltenen Kirchturms
  8. 22. Mai 1993
    Weihe des Neubaus (1991–1993, Prof. František Sedláček)

Karte

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27