Melanchthonkirche
Evangelischer Bau von 1929/30 in Zollstock – früh in Deutschland mit Andachtsraum oben und Gemeindezentrum im Untergeschoss.
Am Rosenzweigpark im Kölner Stadtteil Zollstock steht die evangelische Melanchthonkirche, die mit Kirchenraum und Gemeindezentrum übereinander zu den frühen evangelischen Kirchen dieser Bauweise in Deutschland zählte.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Evangelische Kirche
- Lage
- Zollstock (Stadtbezirk Rodenkirchen), am Rosenzweigpark
- Bauzeit
- 1929–1930
- Architekt
- Theodor Merrill
- Benannt nach
- Philipp Melanchthon
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Die Melanchthonkirche gehörte zu den ersten evangelischen Kirchen Deutschlands, die Kirchenraum und Gemeindezentrum unter einem Dach vereinten – ein damals wegweisendes Konzept. Beim Wiederaufbau nach dem Krieg verlor sie jedoch ihr markantestes architektonisches Merkmal: die halbkreisförmige Westwand im Stil des „Neuen Bauens" der 1920er-Jahre.
Bauidee
Der Andachtsraum liegt im Obergeschoss, das Gemeindezentrum im Souterrain. Im Erdgeschoss waren ursprünglich Räume für die kirchliche Vereinsarbeit sowie ein Konfirmandensaal vorgesehen.
Geschichte
Den Anstoß zum Bau gab ein Antrag des evangelischen Bürgervereins beim Bayenthaler Presbyterium. Den Grundstein legte man am 8. September 1929, geweiht wurde die Kirche am 15. Juni 1930. Ein Luftangriff am 28. Oktober 1944 zerstörte Feierkirche, Sakristei und Altarraum. Den Wiederaufbau beschloss man 1948. Die halbkreisförmige Westwand, ein Merkmal des „Neuen Bauens“ der 1920er-Jahre, ließ sich dabei nicht erhalten; an ihrer Stelle entstand ein rechteckiger Anbau im Stil der Nachkriegsjahre.
Gemeinde
Von der Kirchengemeinde Bayenthal löste sich die Melanchthon-Gemeinde 1936. Am 27. September 1954 eröffnete der Kindergarten der Gemeinde. Als die Kölner Kirchenkreise 1963 neu geordnet wurden, kam sie zum Kirchenkreis Köln-Süd; seit 2026 zählt sie zum neu gebildeten Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch.
Glocken
Drei Glocken aus der Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn bilden das Geläut im Turm. Allein die kleine Glocke stammt noch aus dem Vorgängergeläut von 1929. Tonhöhen und Inschriften der beiden größeren, 1957 gegossenen Glocken entsprechen jenen, die im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt wurden und verloren gingen. Getragen wird das Geläut von geraden Stahljochen in einem zweistöckigen Stahlglockenstuhl.
Zeitstrahl
- 1929Grundsteinlegung am 8. September 1929
- 1930Einweihung am 15. Juni 1930
- 1936Melanchthon-Gemeinde von Kirchengemeinde Bayenthal abgetrennt
- 1944Feierkirche, Sakristei und Altarraum durch Fliegerangriff zerstört (28. Oktober)
- 1948Wiederaufbau beschlossen am 17. März 1948
- 1954Kindergarten der Gemeinde eröffnet (27. September)
- 1957Zwei neue Glocken gegossen (Ersatz für Kriegsverluste)
- 1963Gemeinde dem Kirchenkreis Köln-Süd zugeordnet
Karte
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26





