Haus Heinze-Manke
Heinz Bienefelds Doppelhaus in Köln-Rodenkirchen: bis ins kleinste Detail durchgestaltet, mit Struktur und Materialien, die auf Kölns römische Ursprünge anspielen.
Zwei Wohnhäuser unter einem Dach: Das Doppelhaus ist um ein Atrium von rund 50 m² gebaut. Die beiden Hälften unterscheiden sich in ihrem Charakter deutlich.
Source: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Doppelhaus
- Architekt
- Heinz Bienefeld
- Lage
- Köln-Rodenkirchen
- Bauzeit
- 1984 bis 1988
- Maße
- 15,4 × 19,4 Meter
- Wohnfläche
- rund 400 m²
- Grundstück
- rund 1000 m², davon 692 m² für das Haus des Ehepaars Heinze und 342 m² für das Haus von Michael Manke
The bricks used for the house were actually recommended only for underground construction because of their irregular shapes and colors – yet Bienefeld used them visibly, and the thin lime plaster deliberately reveals their unevenness.
Lage am Weißer Rheinbogen
Auf der Gartenseite grenzt das Grundstück an die Aue des Weißer Rheinbogens. Am seitlich gelegenen Haupteingang lässt sich das Gefälle des Geländes erkennen. In der Nähe stehen zwei weitere Häuser Bienefelds: Haus Pahde von 1972 und Haus Stupp von 1978.
Zwei Häuser, zwei Charaktere
In Haus Heinze bilden zweigeschossige Längsdielen gemeinsam mit dem Innenhof die „ordnende Mitte“. Haus Heinze wirkt eher nach innen gekehrt, während sich Haus Manke über eine Glasfront an der Längsseite öffnet. Gert Ressel beschreibt links einen unruhigen, asymmetrisch gegliederten Baukörper mit offener, unfertig wirkender Giebelkonstruktion aus Metall, rechts einen gegensätzlichen Abschluss. Nach Ressel entsteht die Assoziation eines Tempels nicht allein durch das Giebelfeld.
Entworfen bis ins Detail
Die Gestaltung vieler Einzelheiten ist ein wesentlicher Bestandteil von Bienefelds Architektur. In Haus Heinze reicht sie von Türen und Fenstern über Möbel, Bäder und Lampen bis hin zu Türgriffen. Bücherregale aus weiß lackiertem Stahl folgen den Rundungen einer Wendeltreppe und einer Dusche und betonen sie so. Schattenfugen zeichnen Konturen nach, verzinnte Messingblenden lenken den Blick auf die Türschlösser. Eine minimale Abstufung verleiht den Betondecken die Anmutung eines Gewölbes.
Materialien und Oberflächen
Prägend sind schlichte Materialien. Die Ziegel wären wegen ihrer unregelmäßigen Formen und Farben eigentlich nur für den Tiefbau empfohlen worden. Hinzu kommen verzinkter Stahl, Glas und unbehandeltes Holz, im Inneren außerdem Kalkputz, der so dünn aufgetragen ist, dass die Unebenheiten der Ziegelmauern sichtbar bleiben. In Haus Heinze kommen Arbeiten aus Messing, Mosaik und Marmor hinzu.
Zum Architekten
Mehr als tausend Zeichnungen belegen den enormen Aufwand, mit dem Bienefeld dieses Haus plante. Architekturkritiker nannten ihn schon zu Lebzeiten einen „Großen Architekten“, doch breite Anerkennung erlangte er mit seinem überschaubaren Werk erst nach seinem Tod 1995. 1996 wurde ihm posthum erstmals der Große Preis des Bundes Deutscher Architekten verliehen. Seither folgten Ausstellungen und Veröffentlichungen, darunter eine japanische Monographie in „a+u“ im September 2019 und eine Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (DAM) 2021.
Timeline
- 1984–1988Construction of the Heinze-Manke semi-detached house by Heinz Bienefeld in Cologne-Rodenkirchen
- 1995Death of the architect Heinz Bienefeld
- 1996Posthumous award of the BDA Grand Prize to Bienefeld
- 2019Japanese monograph on Bienefeld in 'a+u' (September)
- 2021Bienefeld exhibition at the German Architecture Museum (DAM)
Gallery
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Sources & links
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