stuff to do in.cologne
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Radstadion Köln

Müngersdorfer Radrennbahn von 1996 mit Bahn aus dem Tropenholz Afzelia; seit 2022 teils zurückgebaut, ab 2027 folgt das Albert-Richter-Velodrom.

Outdoor

Im Stadtteil Müngersdorf nahm 1996 das Radstadion Köln seinen Betrieb auf; seine Radrennbahn führte amtlich die Bezeichnung Albert-Richter-Bahn. Ein Teilrückbau erfolgte 2022, und am selben Ort ist bis 2027 das Albert-Richter-Velodrom geplant.

Auf einen Blick

Art
Radstadion mit Radrennbahn
Lage
Stadtteil Müngersdorf, Stadtbezirk Lindenthal
Eröffnung
1996 (Baubeginn 1990)
Kapazität
2500 Zuschauer, teils überdacht
Bahn
Neigung zwischen 13° und 43°, geeignet für bis zu 85 km/h
Material
Tropenholz Afzelia
Status
Teilabriss seit 2022
Wusstest du?

Die Radrennbahn besteht aus dem seltenen Tropenholz Afzelia – was während des Baus zu einem handfesten politischen Streit im Kölner Stadtrat führte, weil die Verwendung dieses bedrohten Tropenholzes umstritten war.

Bau und Architektur

Nach dem Baustart 1990 entstand das Stadion in mehreren Etappen und war 1996 fertig. Es grenzte unmittelbar an das Rheinenergiestadion und die Deutsche Sporthochschule Köln. Für den Entwurf zeichneten die aus Münster stammenden Architekten Herbert und Ralph Schürmann verantwortlich. Als Werkstoff der Bahn diente das wetterbeständige, seltene Tropenholz Afzelia, dessen Einsatz während der Bauphase im Rat der Stadt für politischen Streit sorgte.

© Christian Süper · CC BY-SA 4.0

Benennung nach Albert Richter

Dass die Bahn zur Eröffnung 1996 den Namen Albert Richters trug, geht auf eine Bürgerinitiative rund um die Journalistin Renate Franz und Andreas Hupke, den späteren Innenstadtbürgermeister, zurück. Der Kölner Radsportler kam 1940 vermutlich durch die Gestapo im Gefängnis von Lörrach ums Leben; 1932 hatte er in Rom den Amateurweltmeistertitel im Sprint errungen. Den Namen trug zwar offiziell nur die Bahn, doch im Sprachgebrauch verschwand diese Unterscheidung, sodass häufig vom „Albert-Richter-Radstadion“ die Rede war.

© de:user:Nicola · CC BY-SA 2.0 de

Nutzung und Abriss

Gleich zur Eröffnung 1996 fanden hier die 110. Deutschen Bahnmeisterschaften statt. Die Anlage zählte bis 2001 zum Besitz der Stadt Köln und ging danach an die städtische Eigengesellschaft „Kölner Sportstätten GmbH“ über. Maximilian Levy fuhr 2012 mit 10,033 Sekunden den Bahnrekord über 200 m. Beim Teilabriss ab 2022 blieben nur das Rohbauskelett und ein Funktionsgebäude stehen; bis zur Eröffnung des neuen Velodroms übernimmt das etwa 40 Kilometer entfernte Sportforum Kaarst-Büttgen die Funktion der Trainingsstätte für den Leistungsstützpunkt NRW.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. 1990
    Baubeginn des Radstadions
  2. 1996
    Eröffnung; 110. Deutsche Bahnmeisterschaften; Bahn nach Albert Richter benannt
  3. 1998
    Anzeigetafel der abgerissenen Kölner Sporthalle eingebaut
  4. 2001
    Übertragung auf die städtische Kölner Sportstätten GmbH
  5. 2012
    Bahnrekord über 200 m: Maximilian Levy in 10,033 Sekunden (22. Juli)
  6. 2022
    Teilabriss des Radstadions bis auf Rohbauskelett
  7. 2027
    Geplante Inbetriebnahme des neuen Albert-Richter-Velodroms

Galerie

© Nicola · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Nicola · Public domain · Commons

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Das könnte dich auch interessieren

Alte Dorfkirche Köln-Junkersdorf

Frühere Pfarrkirche St. Pankratius mit gotischem Chor aus dem Mittelalter — heute Kapelle und einst Kindergarten.

760 m

Jahndenkmal

15-Meter-Betonpfeiler an der Jahnwiese, bekrönt vom Turnerkreuz aus vier „F" – errichtet zum 150. Geburtstag von Turnvater Jahn.

RheinEnergieStadion

4,6(19.740)· Google

Heimstadion des 1. FC Köln in Müngersdorf – 2004 als reines Fußballstadion neu gebaut, Spielort der WM 2006 und Konzertort auf dem alten Sportpark-Gelände.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27