St. Nikolaus (Köln-Sülz)
Als „Sülzer Dom“ bekannte neuromanische Basilika von 1903–1909 – mit Pantokrator-Mosaik, Otto-Geläut und Orgel mit „Fernwerk“.
St. Nikolaus an der Berrenrather Straße am Nikolausplatz ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im Kölner Stadtteil Sülz, im Volksmund „Sülzer Dom“ genannt. Sie wurde zwischen 1903 und 1909 nach Plänen von Franz Statz, einem Sohn des Dombaumeisters Vincenz Statz, im neuromanischen Stil errichtet.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- römisch-katholische Pfarrkirche, dreischiffige neoromanische Basilika mit Querhaus
- Lage
- Berrenrather Straße / Nikolausplatz, Köln-Sülz (Stadtbezirk Lindenthal)
- Erbaut
- 1903–1909 nach Plänen von Franz Statz
- Baumaterial
- Tuff und Basalt
- Turm
- schlanker Turm mit Rhombendach
- Patron
- hl. Nikolaus
- Status
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Beiname
- „Sülzer Dom“
Der Architekt Franz Statz war der Sohn des berühmten Kölner Dombaumeisters Vincenz Statz – und baute die Kirche an exakt jener Stelle, wo seit 1201 eine Nikolaus-Kapelle stand, die 1474 während der Burgunderkriege niedergelegt worden war.
Geschichte
Mit dem Wachstum Kölns ab Mitte des 19. Jahrhunderts brauchte Sülz eine eigene Kirche, denn der Weg zur nächsten katholischen Kirche in Kriel dauerte mehr als eine halbe Stunde zu Fuß. Trotz des Kulturkampfs ermöglichten private Initiativen ab 1875 einen ersten Kirchenbau an der Ecke Marsiliusstraße und der heutigen Nikolausstraße. 1892 wurde diese Nebenkirche zur eigenständigen Pfarrkirche erhoben. Da der Bau dem Andrang bald nicht mehr genügte, finanzierten Sülzer Bürger zwischen 1903 und 1909 den heutigen Neubau – auf einem Acker an der Berrenrather Straße, am früheren Standort einer seit 1201 nachweisbaren und 1474 während der Burgunderkriege niedergelegten Nikolaus-Kapelle.
Ausstattung
In der Hauptapsis schuf Johannes Osten 1919 ein neobyzantinisches Mosaik, ausgeführt von der Firma Puhl & Wagner; es zeigt Jesus als Pantokrator zwischen Johannes dem Täufer und der Mutter Gottes. Aus den 1960er Jahren stammen Chor- und Querhausfenster von Heinrich Windelschmidt sowie Wandbilder von Peter Hecker. Die 24 Obergadenfenster mit Fruchtgirlanden gestaltete Paul Weigmann 1978.
Orgel und Glocken
2009 wurde eine Orgel der Firma Mühleisen eingeweiht: 48 Register auf drei Manualen und Pedal. Eine Besonderheit ist die zweite Schwellvorrichtung in den Turmraum, durch die das Schwellwerk als „Fernwerk“ genutzt werden kann. Im Turm hängt ein Geläut aus vier Glocken; drei davon goss die Glockengießerei Otto 1957 als Ersatz für die in den Weltkriegen eingeschmolzenen Glocken von 1908.
Zeitstrahl
- 1201Nikolaus-Kapelle am späteren Kirchenstandort erstmals urkundlich nachweisbar
- 1474Kapelle während der Burgunderkriege niedergelegt
- 1875Private Initiativen ermöglichen Bau eines Kirchengebäudes in Sülz
- 1892Nebenkirche am 29. Juni zur eigenständigen Pfarrkirche ernannt
- 1903–1909Neubau des „Sülzer Doms" nach Plänen von Franz Statz eingeweiht
- 1919Neobyzantinische Mosaike von Johannes Osten in Apsis und Gedächtniskapelle
- 1957Drei neue Glocken der Glockengießerei Otto gegossen (Ersatz für Kriegsverluste)
- 2009Neue Orgel der Firma Mühleisen (Leonberg) mit 48 Registern eingeweiht
Karte
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27




