St. Laurentius (Köln-Ensen)
Neugotische Pfarrkirche in Ensen mit 56-Meter-Turm und einem „Christus in der Rast" ohne Nagel- und Seitenwunden.
In Köln-Ensen steht die katholische Pfarrkirche St. Laurentius, deren Name auf Laurentius von Rom zurückgeht. Der neugotische Bau entstand zwischen 1894 und 1896 nach Plänen von Theodor Kremer.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Katholische Pfarrkirche, neugotisch
- Bauzeit
- 1894 bis 1896
- Architekt
- Theodor Kremer
- Turm
- 56 Meter hoch
- Lage
- Stadtteil Ensen, Stadtbezirk Porz
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Zugehörigkeit
- Pfarrverband der Porzer Rheinkirchen
Die heutige Orgel ist ein Hybrid aus zwei Epochen: Teile der 1909 angeschafften Originalorgel überlebten den Krieg und wurden in das neue Instrument eingebaut – die Pfeifen spielen also schon über 115 Jahre.
Architektur
Der Grundriss bildet eine dreischiffige Stufenhalle mit eingezogenem Chor. Über dem Bau liegt ein Satteldach mit Quergiebeln und einem Dachreiter. Der Vierkantturm trägt mehrere Ecktürmchen und schließt mit einem Achteckhelm ab. Die Kirchenfenster gehen auf Entwürfe von Paul Weigmann sowie der Firmen Franz Melchior (Köln), Derix (Düsseldorf) und Hein Derix (Kevelaer) zurück und wurden in zwei Bauabschnitten eingesetzt.
Geschichte
Mehrere Bombentreffer trafen das Gebäude im Zweiten Weltkrieg schwer, sodass von ihm allein die Außenmauern übrig blieben. Bis 1951 war es so weit instand gesetzt, dass dort erneut Gottesdienst gefeiert werden konnte. Den Turm sanierte man 1965, den restlichen Bau 1984/1985. Während der Maßnahme von 1999/2000 erhielt der Innenraum ein neues Farbkonzept.
Ausstattung
Vom anfänglichen Inventar überdauerte der Krieg kaum etwas. Zwischen 1965 und 1980 fertigte der Bildhauer Sepp Hürten Altar, Ambo, Tabernakel und Altarkreuz. Zum Bestand zählen außerdem Figuren des Laurentius und der Gottesmutter Maria. In der Orgel mit 21 Registern auf zwei Manualen stecken Teile des 1909 beschafften und im Krieg vernichteten Instruments der Firma Seifert (Köln).
Christus in der Rast
Eine Figur zeigt den Christus in der Rast in einer ungewöhnlichen Form: Der Heiland trägt Dornenkrone und Geißelwunden, ihm fehlen jedoch die Wunden der Kreuzesnägel und des Lanzenstichs, also die Seitenwunde.
Glocken
Vier Glocken bilden das Geläut; Hans Hüesker (Petit & Gebr. Edelbrock) goss sie 1957 in Gescher. An Holzjochen hängen sie in einem Stahlglockenstuhl, Glocke 4 an einem geraden Stahljoch. Den Angelus läutet die Marienglocke, an Sonn- und Feiertagen ertönt das Vollgeläut.
Zeitstrahl
- 1894–1896Errichtung der neugotischen Pfarrkirche nach Plänen von Theodor Kremer
- 1909Anschaffung der Orgel der Firma Seifert (Köln)
- 1945Starke Zerstörung durch Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg
- 1951Wiederherstellung für Gottesdienste
- 1957Guss der vier Glocken durch Hans Hüesker (Petit & Gebr. Edelbrock) in Gescher
- 1965Turmsanierung; neuer Altar aufgestellt
- 1984–1985Sanierung des restlichen Kirchengebäudes
- 1999–2000Komplettsanierung mit farblicher Neugestaltung des Innenraums
Karte
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27




