Jüdisches Wohlfahrtszentrum
Jüdische Sozialeinrichtung der Kölner Synagogen-Gemeinde in Neuehrenfeld – in den Gebäuden des einstigen Israelitischen Asyls für Kranke und Altersschwache.
Das Jüdische Wohlfahrtszentrum ist eine jüdische Sozialeinrichtung der Kölner Synagogen-Gemeinde an der Ottostraße 85 im Kölner Stadtteil Neuehrenfeld. Es nutzt die ehemaligen Gebäude des „Israelitischen Asyls für Kranke und Altersschwache“.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Jüdische Sozialeinrichtung der Kölner Synagogen-Gemeinde
- Lage
- Ottostraße 85, Stadtteil Neuehrenfeld, Stadtbezirk Ehrenfeld
- Status
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Bezogen
- 2003, nach Neu- und Umbau
- Vorläufer
- Israelitisches Asyl für Kranke und Altersschwache
Das Jüdische Wohlfahrtszentrum geht auf ein Asyl zurück, das von Anfang an für alle Konfessionen offen stand – zeitweise waren bis zu 80 Prozent der Patienten nicht jüdisch, obwohl es eine explizit jüdische Einrichtung war.
Heutige Nutzung
Den Gebäudekomplex bezog die Gemeinde 2003 nach Neu- und Umbau. Untergebracht sind hier die Verwaltung, eine Sozialberatung, eine Kindertagesstätte und eine Grundschule. Hinzu kommt ein Elternheim als jüdische Einrichtung der Altenhilfe.
Vorgeschichte am Standort Silvanstraße
Die Wurzeln liegen im „Israelitischen Asyl für Kranke und Altersschwache“, das ursprünglich an der Silvanstraße 10–12 in Köln-Altstadt-Süd entstand und am 12. Januar 1869 eingeweiht wurde. Der Bau ging auf eine Schenkung der fünf Brüder Eltzbacher zurück, die das Krankenhaus zum Gedenken an ihre Eltern stifteten. Aufgenommen wurden arme kranke und altersschwache Menschen; nach entsprechendem Nachweis erfolgte die Pflege kostenlos.
Offen für alle Konfessionen
Die Anstalt war jüdisch ausgerichtet, stand jedoch von Anfang an allen Konfessionen offen, und niemand sollte zu einer religiösen Handlung gezwungen werden. Zeitweise war das Krankenhaus bis zu 80 Prozent mit nichtjüdischen Patienten belegt. Medizinischer Leiter war von 1885 bis 1935 der in Köln bekannte Geheimrat Benjamin Auerbach.
Umzug nach Neuehrenfeld
Nach mehreren Erweiterungen ließ die dichte Bebauung im Severinsviertel kein weiteres Wachstum mehr zu. Eine Schenkung von Ernest Cassel über 270.000 Mark im Jahr 1901 ermöglichte die Planung eines Neubaus. 1902 erwarb das Kuratorium ein rund 21.550 Quadratmeter großes Grundstück in Köln-Neuehrenfeld, gelegen zwischen Ottostraße, Nußbaumerstraße und dem späteren Ehrenfeldgürtel. Auf diesem Gelände stehen die Gebäude, die das heutige Wohlfahrtszentrum nutzt.
Zeitstrahl
- 1867Grundstückskauf an der Silvanstraße für das neue Asyl (7. März)
- 1869Einweihung des Israelitischen Asyls an der Silvanstraße (12. Januar)
- 1881Spendenaufruf; Zukauf eines Nachbargrundstücks und Erweiterungsbau
- 1889Zweite Erweiterung: Gartenhaus mit Vorderhaus verbunden, Gebetssaal errichtet
- 1892Kauf eines Nachbarhauses in der Silvanstraße, in Vorderhaus integriert
- 1901Ernest Cassel schenkt der jüdischen Gemeinde 270.000 Mark für einen Neubau
- 1902Kauf eines 21.550 m² großen Grundstücks in Köln-Neuehrenfeld (Ottostraße)
- 2003Bezug des neu- und umgebauten Gebäudekomplexes an der Ottostraße 85
Karte
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26




