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© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Alte Dorfkirche Köln-Junkersdorf

Frühere Pfarrkirche St. Pankratius mit gotischem Chor aus dem Mittelalter — heute Kapelle und einst Kindergarten.

Bei Regen Indoor

Die Alte Dorfkirche, vormals St. Pankratius, war die katholische Pfarrkirche von Köln-Junkersdorf. Ihre sakrale Bestimmung verlor sie, als 1908 eine größere Pfarrkirche errichtet wurde.

Auf einen Blick

Art
Frühere römisch-katholische Pfarrkirche
Baustil
Gotische Architektur
Erste Erwähnung
Urkundlich 1223
Patrozinium
Benannt nach Pankratius
Schutzstatus
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Heutige Nutzung
Kleine Kapelle im alten Chor
Wusstest du?

Die alte Dorfkirche überlebte zwei verheerende Brände (1676 und 1754), wurde nach der Entwidmung 1957 zum Kindergarten umfunktioniert – und ihr ältester Teil, der mittelalterliche Chor, kehrte erst 1987 nach 30 Jahren Kindergartenbetrieb wieder zum sakralen Gebrauch als Kapelle zurück.

Geschichte

Urkundlich wird die Dorfkirche erstmals 1223 erwähnt, als sie als Eigentum des Kölner Stiftes St. Gereon erscheint. 1324 bestätigte eine Urkunde des Erzbischofs Heinrich II. dem Gereonsstift die Inkorporation der Pfarrkirche. 1676 beschädigte ein Brand das Innere schwer, 1754 brannte der Bau bis auf den Chor nieder. In den Jahren danach wurde das Langhaus erneuert, Mitte des 19. Jahrhunderts kamen zwei Seitenschiffe hinzu.

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Vom Sakralbau zur Kapelle

Als die Einwohnerzahl Junkersdorfs um 1900 stark zunahm, entschied man sich für den Neubau einer neogotischen Kirche, ohne den alten Bau abzureißen. 1908 wurde während der Weihe des Neubaus das Pankratius-Patrozinium auf die neue Kirche übertragen. Nach schweren Kriegsschäden wich die neogotische Kirche 1960 einem weiteren Neubau.

Heutige Nutzung

1957 baute man die alte Dorfkirche zu einem Kindergarten um. Der älteste Teil des Gebäudes, der polygonal geschlossene Chor, erhielt 1987 wieder eine geistliche Bestimmung: Er wurde zu einer kleinen Kapelle umgebaut.

Zeitstrahl

  1. 1223
    Erstmalige urkundliche Erwähnung als Eigentum des Stifts St. Gereon
  2. 1324
    Urkunde Erzbischof Heinrichs II. bestätigt Inkorporation der Pfarrkirche
  3. 1676
    Brand verursacht schwere Schäden im Kircheninneren
  4. 1754
    Brand zerstört den Bau bis auf den Chor
  5. Mitte 19. Jh.
    Anbau zweier Seitenschiffe
  6. 1908
    Weihe des neogotischen Neubaus; Pankratius-Patrozinium übertragen
  7. 1957
    Umbau der alten Dorfkirche in einen Kindergarten
  8. 1987
    Chor wird zur kleinen Kapelle umgebaut und erhält geistliche Bestimmung

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26