Kiesgrubensee Gremberghoven
Ein ehemaliger Kiesabbausee im Kölner Stadtgebiet, der seit 1989 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist – mit Brutplätzen für Eisvögel, Uferschwalben und Haubentaucher.
Der Kiesgrubensee Gremberghoven ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet in Köln, das aus einer stillgelegten Kiesgrube hervorgegangen ist und heute als Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten dient.
Auf einen Blick
- Art
- Naturschutzgebiet (ehemaliges Abgrabungsgewässer)
- Größe
- 37,65 Hektar
- Ausweisung
- 1989
- Lage
- ca. 7 km von der Kölner Innenstadt und Bergisch Gladbach; ca. 10 km von Wesseling; ca. 11 km von Hürth und Troisdorf
- Besonderheit
- Brutplätze für Eisvögel, Haubentaucher und Uferschwalbenkolonien
- Anbindung
- S-Bahn-Haltepunkt in unmittelbarer Nähe
Quelle: Wikipedia · abgerufen 2026-06-24
Landschaft und Lebensraum
Der See nimmt den Großteil der ehemaligen Grube ein; im nördlichen Bereich ragt eine kleine Insel aus dem Wasser. Der Ufersaum ist schmal, sandig-kiesig und weitgehend vegetationsfrei. Dahinter erheben sich steile Grubenböschungen, auf denen neben Rohbodenvegetation auch Moose, Pilze und Flechten sowie angepflanzte Sträucher wachsen. Besonders der Osthang zeigt ausgeprägte Böschungsabbrüche und offene Rohbodenflächen. Die vorherrschenden Gewässertypen sind oligotrophe bis mesotrophe kalkhaltige Seen mit benthischer Vegetation, darunter mehrere Armleuchteralgen-Arten.
Pflanzenwelt
Im Schutzgebiet sind zahlreiche Pflanzenarten vertreten, darunter Gewässerpflanzen wie Ähren-Tausendblatt, Haarblättriges Laichkraut, Kamm-Laichkraut und Raues Hornblatt sowie Pionierarten der Rohbodenflächen wie Huflattich, Kanadisches Berufkraut und Gemeines Hornkraut. Auch Gehölze wie Hainbuche, Sal-Weide, Sand-Birke und Waldkiefer kommen vor.
Schutzmaßnahmen
Als wesentliche Gefährdungen gelten Freizeitaktivitäten, Müllablagerungen, Immissionen sowie eine naturwidrige Gewässergestaltung. Zum Schutz des Gebiets werden Flächen abgesperrt und umzäunt, Fischerei und sonstige Freizeitnutzung eingeschränkt sowie Müll entfernt. Das Gelände wird zudem gezielt der natürlichen Sukzession überlassen, um den See als Lebensraum und Rastplatz für ziehende Wasservögel zu erhalten.
Karte
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-25





