Volkssternwarte Köln
Ehrenamtlich betriebene Sternwarte auf dem Dach des Schiller-Gymnasiums in Köln-Sülz, heute mit einem 60-cm-Spiegelteleskop.
Die Volkssternwarte Köln ist eine ehrenamtlich betriebene Sternwarte im Stadtteil Sülz. Sie befindet sich auf dem Dach des Schiller-Gymnasiums in der Nikolausstraße und wird von den Mitgliedern der Vereinigung der Sternfreunde Köln e. V. in deren Freizeit betrieben.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Ehrenamtlich betriebene Volkssternwarte
- Träger
- Vereinigung der Sternfreunde Köln e. V.
- Lage
- Köln-Sülz, Stadtbezirk Lindenthal, auf dem Dach des Schiller-Gymnasiums
- Standort seit
- 1962
- Hauptinstrument
- 60-cm-Spiegelteleskop (seit 2012)
- Angebot
- Öffentliche Führungen mit Himmelsbeobachtung und Vorträgen
- Finanzierung
- Mitgliedsbeiträge, Eintrittsgelder und private Spenden
Das Herzstück der ersten Kölner Volkssternwarte – ein Refraktor-Objektiv, das ursprünglich vom Astronomen Philipp Fauth zur Erstellung eines zeichnerischen Mondatlasses genutzt worden war – überstand den Zweiten Weltkrieg unversehrt, weil es vorsorglich in einem Banksafe außerhalb Kölns eingelagert wurde, während die Sternwarte selbst zerstört wurde.
Geschichte
Den Ursprung bildet die 1922 gegründete „Vereinigung der Sternfreunde Köln“, die die Astronomie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollte. 1935 entstand überwiegend in Eigenleistung eine erste Sternwarte auf dem Dach einer Volksschule am Großen Griechenmarkt; sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Ihr Herzstück war ein Refraktor mit einer Optik von Max Pauly, die zuvor Philipp Fauth für einen zeichnerischen Mondatlas gedient hatte. Diese Optik überstand den Krieg unbeschadet in einem Banksafe außerhalb Kölns.
Heutiger Standort
1962 übernahm die Vereinigung eine neue Sternwarte auf dem Dach des damals neu errichteten Schiller-Gymnasiums in Sülz. Den jährlichen Zuschuss des städtischen Kulturamts gab es bis Anfang der 1980er-Jahre; seither trägt sich der Betrieb aus eigenen Mitteln. Zum 50-jährigen Bestehen wurde 2012 der zuvor verwendete Wachter-Coudé-Refraktor durch ein 60-cm-Spiegelteleskop ersetzt, das allein aus Bürgerspenden finanziert wurde.
Instrumente
Das Coudé-Teleskop diente 45 Jahre lang als Hauptinstrument und wurde nach seiner Stilllegung verkauft; 2017 wurde es im restaurierten Turm der Sternwarte Remplin wieder aufgestellt. Im selben Jahr kam ein Refraktor zur Sonnenbeobachtung hinzu. Bei Bedarf stehen außerdem ein 20-cm-Schmidt-Cassegrain-Teleskop mit Goto-Montierung sowie kleinere Teleskope zur Verfügung. In einer Außenstation im Bergischen Land befinden sich weitere Geräte.
Angebot
Regelmäßig finden öffentliche Führungen statt, bei denen Mond, Planeten und andere Himmelsobjekte beobachtet werden, begleitet von astronomischen Vorträgen mit Multimediaunterstützung. Für Gruppen gibt es Sonderführungen nach Vereinbarung. Über die Öffentlichkeitsarbeit hinaus dient die Sternwarte der Aus- und Weiterbildung aktiver Amateurastronomen, denen das Instrumentarium bei Mitgliederveranstaltungen offensteht.
Zeitstrahl
- 1922Gründung der „Vereinigung der Sternfreunde Köln"
- 1935Erste Volkssternwarte auf Volksschuldach am Großen Griechenmarkt errichtet
- 1939–1945Sternwarte im Zweiten Weltkrieg zerstört; Optik überlebt in Banksafe
- 1950erÜberlebende Optik in Behelfs-Teleskop für künftige Sternwarte integriert
- 1962Neue Volkssternwarte auf dem Dach des Schiller-Gymnasiums in Köln-Sülz eröffnet
- 1967Stadt Köln stellt 30.000 DM für leistungsstarkes Teleskop bereit
- Anfang 1980erStädtischer Jahreszuschuss (1.000 DM) im Zuge von Sparmaßnahmen gestrichen
- 201260-cm-Spiegelteleskop ersetzt 45 Jahre alten Wachter-Coudé-Refraktor (50-jähriges Jubiläum)
- 2017Coudé-Teleskop nach Sternwarte Remplin verkauft; neuer Sonnen-Refraktor in Dienst gestellt
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

