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Kölner Karneval

Die fünfte Jahreszeit: Wie Köln zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch ausnahmslos zur Karnevalshauptstadt wird.

Der Kölner Karneval ist das größte Volksfest der Stadt und für viele das Herz kölscher Lebensfreude. Die Session beginnt am 11.11. um 11:11 Uhr, ihren Höhepunkt erreicht sie an den tollen Tagen im Februar: von Weiberfastnacht über den Rosenmontagszug bis zum Aschermittwoch. Hier erfährst du, wann was passiert, wer das Dreigestirn ist, was die Rufe und Wurfgeschenke bedeuten und woher all das kommt.

11.11.Aschermittwoch· Die fünfte Jahreszeit startet am 11.11. um 11:11 Uhr; der Straßenkarneval tobt an den tollen Tagen im Februar/März.

Der Rosenmontagszug in Zahlen

0km
Zugweg (ca.)
0Mio.
Zuschauer (geschätzt)
0t
Kamelle & Strüßjer (ca.)
0
Teilnehmer im Zug (ca.)

Die Session auf einen Blick

  1. Do

    Weiberfastnacht

    Start des Straßenkarnevals: Um 11:11 Uhr geht es auf dem Alter Markt los, traditionell werden Krawatten abgeschnitten.

    Weiberfastnacht →
  2. Fr/Sa

    Karnevalsfreitag & -samstag

    Sitzungen, Bälle und die ersten Veedelszöch in den Stadtvierteln.

  3. So

    Karnevalssonntag

    Die Schull- un Veedelszöch: der bunte Zug der Schulen und Veedel, oft als Generalprobe für den Rosenmontag.

  4. Mo

    Rosenmontag

    Der Höhepunkt: der große Rosenmontagszug zieht mit Wagen, Musik und tonnenweise Kamelle durch die Stadt.

    Kölner Rosenmontagszug →
  5. Di

    Veilchendienstag

    Ausklang in den Veedeln, abends die Nubbelverbrennung – der Strohpuppe werden alle Sünden der Session angelastet.

  6. Mi

    Aschermittwoch

    Aschermittwoch ist alles vorbei: Das Ende der Session, traditionell mit Fischessen.

Brauchtum & Besonderheiten

Das Dreigestirn

Prinz, Bauer und Jungfrau sind die Tollität der Session – das Kölner Dreigestirn, traditionell alle drei von Männern dargestellt.

Kölner Dreigestirn →

Funkenmariechen & Traditionskorps

Die Tanzmariechen und die historischen Funken-Korps parodieren das preußische Militär – mit Tanz, Uniform und Witz.

Sitzungen & Büttenrede

In den Karnevalssitzungen halten Redner ihre Büttenreden, dazwischen spielen die kölschen Bands.

Geisterzug & Stunksitzung

Neben dem offiziellen Karneval gibt es den alternativen, politischen Karneval: den nächtlichen Geisterzug und die kabarettistische Stunksitzung.

Kölle Alaaf & Co.

Kölle Alaaf
Der Hochruf der Kölner – sinngemäß: Köln über alles!
Alaaf
Kurzform des Hochrufs, oft dreifach gerufen.

Karnevals-Vokabeln

Kamelle – Bonbons/Süßigkeiten, die vom Wagen geworfen werden
Strüßjer – kleine Blumensträußchen als Wurfgeschenk
Bützje – Küsschen – im Karneval reichlich verteilt
Jeck – Narr/Karnevalist; jeck = verrückt (im besten Sinne)
Nubbel – Strohpuppe, die am Veilchendienstag verbrannt wird

Ein bisschen Geschichte

  1. 1823

    Gründung des Festordnenden Comités – Beginn des organisierten Kölner Karnevals mit dem ersten Rosenmontagszug.

  2. 1823

    Erstmals tritt ein „Held Carneval“ auf, der Vorläufer des heutigen Prinzen.

  3. 1870

    Das Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau etabliert sich nach und nach.

  4. 1991

    Wegen des Golfkriegs fällt der Rosenmontagszug aus – ein seltener Ausnahmefall.

  5. 2021

    Pandemiebedingt findet statt des Zuges eine kleine TV-Veranstaltung statt.