Hochwasserschutzbecken Langeler Bogen
Polder am rechten Rheinufer, der bei Hochwasser kontrolliert geflutet wird und den Kölner Pegel senkt.
Das Hochwasserschutzbecken Langeler Bogen ist ein Rückhalteraum am rechten Rheinufer, der die Stadt Köln vor Rhein-Hochwasser schützt. Er liegt zwischen Niederkassel-Lülsdorf und Köln-Porz-Langel.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Hochwasserschutzbecken (Polder) / Retentionsraum
- Lage
- rechtes Rheinufer, Stadtteil Langel, Stadtbezirk Porz
- Fläche
- rund 160 Hektar Überschwemmungsgebiet
- Fassungsvermögen
- bis zu 5 Millionen Kubikmeter
- Bauzeit
- März 2007 bis Juli 2009
- Nutzung
- außerhalb von Spitzenhochwässern landwirtschaftlich
Obwohl das Hochwasserschutzbecken mit bis zu 5 Millionen Kubikmeter Wasser ein gewaltiges Volumen fasst, senkt seine vollständige Flutung den Kölner Rheinpegel nur um maximal 5 Zentimeter – ein enormer Aufwand für einen auf den ersten Blick bescheidenen Effekt, der jedoch im Ernstfall Überflutungen verhindern kann.
Funktionsweise
Geflutet wird der Polder über ein 220 Meter langes Einlassbauwerk im Süden, sobald der Kölner Pegel 11,30 Meter übersteigt. Dabei strömen bis zu 90 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ein, die vollständige Flutung dauert einen ganzen Tag. Das reicht aus, um das Hochwasser in Köln so lange um bis zu 5 Zentimeter abzusenken. Zur Entleerung dient ein Bauwerk im Norden.
Deiche und Gelände
Hinter dem 2,6 Kilometer langen Altdeich, der für das Projekt um 20 Zentimeter erhöht wurde, entstand ein zweiter, zwei Kilometer langer Deich. Dieser umschließt das Überschwemmungsgebiet. Wegen der Geländeneigung misst der neue Deich im Süden 1,5 Meter und im Norden 5,5 Meter.
Kosten und Ausblick
Die Kosten des Projekts waren auf 16,8 Millionen Euro veranschlagt. Im Norden Kölns ist bei Worringen ein weiterer Polder mit 30 Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen vorgesehen, der sich Anfang 2021 in der Planfeststellung befand.
Zeitstrahl
- 2007-03Baubeginn des Polders (März 2007)
- 2009-07Fertigstellung des Polders (Juli 2009)
- 2021Weiterer Polder bei Worringen in der Planfeststellung (Anfang 2021)
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26





