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Veedel

Kunibertsviertel

Im Stadtteil Altstadt/Nord

Zwischen dem Konrad-Adenauer-Ufer und dem Hauptbahnhof liegt das Kunibertsviertel, ein zentrales Veedel der Altstadt-Nord. Sein Wahrzeichen und Namensgeber ist St. Kunibert, die jüngste der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns, unmittelbar am Rhein gelegen. Heute ist das Viertel geprägt von der Rheinpromenade, von Hotels und Pensionen nahe Bahnhof und Dom sowie von der Hochschule für Musik und Tanz. Hinter dieser ruhigen Fassade verbirgt sich aber ein Stück Weltgeschichte der Technik: In einer Seitengasse gründete Nikolaus August Otto die erste Motorenfabrik überhaupt.

Quelle: Wikipedia

Kunibertsviertel
© Thomas Robbin · CC BY-SA 3.0

Auf einen Blick

Wahrzeichen
Basilika St. Kunibert (romanisch)
Lage
Am Rhein, Konrad-Adenauer-Ufer
Einwohner
rund 3.900
Technikgeschichte
Erste Motorenfabrik der Welt, 1864

St. Kunibert am Rhein

St. Kunibert wurde vor 1210 begonnen und 1247 geweiht — als letzte der zwölf romanischen Kirchen Kölns. Ihre mittelalterlichen Chorfenster aus dem 13. Jahrhundert zählen zu den kostbarsten Glasmalereien der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen, wurde die Basilika bis 1955 wieder aufgebaut und prägt seither die Rheinsilhouette am nördlichen Altstadtrand.

Wo der Motor erfunden wurde

In der Servasgasse gründete Nikolaus August Otto am 31. März 1864 mit N. A. Otto & Cie. die erste Motorenfabrik der Welt — die Keimzelle der späteren Deutz AG. Hier entstand der Grundstein für den Viertaktmotor, der die gesamte Antriebstechnik revolutionieren sollte. Auch die REWE-Gruppe hat ihre Wurzeln im Viertel: 1927 in der Domstraße gegründet, erinnert dort bis heute ein Firmenmuseum mit historischem Kaufmannsladen an die Anfänge.

Sehenswert im Viertel

St. Kunibert

Romanische Basilika direkt am Rhein, geweiht 1247, mit hochmittelalterlichen Chorfenstern.

Hochschule für Musik und Tanz

Kulturelles Ankerinstitut des Viertels und eine der größten Musikhochschulen Europas.

Konrad-Adenauer-Ufer

Rheinpromenade mit Blick auf den Strom und die Silhouette von St. Kunibert.

Geschichte im Zeitraffer

  1. vor 1210
    Baubeginn der heutigen romanischen Basilika St. Kunibert.
  2. 1247
    St. Kunibert wird als Stiftskirche geweiht.
  3. 1864
    Nikolaus August Otto gründet in der Servasgasse die erste Motorenfabrik der Welt.
  4. 1927
    Die REWE wird in der Domstraße gegründet.
  5. 1944/45
    St. Kunibert wird durch Brand und Bomben schwer beschädigt.
  6. 1955
    Wiederaufbau von Chor und Langhaus abgeschlossen.

Wusstest du?

In der Servasgasse im Kunibertsviertel begann 1864 die Motorisierung der Welt: Nikolaus August Otto gründete hier die erste Motorenfabrik überhaupt. Aus ihr ging die Deutz AG hervor, und der von Otto entwickelte Viertaktmotor arbeitet im Prinzip bis heute in Millionen Fahrzeugen.

Dieses Viertel ist Teil des Stadtteils

Altstadt/Nord
18.256 Einwohner2,5 km²

Alle Strukturdaten (Alter, Arbeitsmarkt, Haushalte, Wahlen) findest du auf der Stadtteil-Seite.

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